Alte Handwerkskunst und neueste Technologie
Kanada ist für seine Bodenständigkeit bekannt.
Glenmore Printing aus Vancouver macht hier keine Ausnahme. Der
Erfolg der Druckerei erklärt sich auch durch die
Serviceorientierung von Firmenchef Glenn Rowley. Sein Motto lautet:
"Ein gut beratener Kunde hat einen großen Bekanntenkreis,
ein schlecht beratener kennt die halbe Stadt."
Was ist ein typischer Glenmore-Job?
Rowley: Wir verbinden Qualität mit
Zuverlässigkeit und Schnelligkeit, meist in kleineren
Auflagen. Außerdem arbeiten wir mit sehr viel Engagement und
Liebe zum Detail. Wir stellen ja hauptsächlich POS-Materialien
her, da ist diese Einstellung natürlich besonders wichtig.
Schließlich sollen unsere Werbedisplays, Plakate,
Broschüren oder Kupons die Kunden anlocken und zum Kauf
stimulieren.
Andere Druckereien können das auch. Was ist das Besondere
an Glenmore Printing?
Rowley: Stimmt, allein dadurch heben wir uns nicht
besonders ab. Deshalb positionieren wir uns als aktive
Problemlöser und vertrauensvolle "Berater". Es geht
uns nicht nur darum, Kundenwünsche zuverlässig
umzusetzen. Wir möchten die Ziele unserer Kunden verstehen und
ihnen ideale Lösungswege aufzeigen. Schon bei der
Projektplanung empfehlen wir zum Beispiel geeignete Formate,
Papiere oder Produktionstechniken. Genauso intensiv betreuen wir
unsere Kunden dann während der gesamten Produktion - in
der Vorstufe, beim Druck sowie in der Weiterverarbeitung. Auf zwei
Dinge können sich unsere Auftraggeber stets verlassen: auf die
alte Handwerkskunst unserer Mitarbeiter und auf neueste Technologie
aus dem Hause Heidelberg.
Sie machen bewusst keine Eigenwerbung. Warum?
Rowley: Wir müssen uns nicht selbst auf die
Schulter klopfen. Unsere zahlreichen Stammkunden wissen, was sie an
uns haben. Es sind zumeist produzierende Betriebe wie wir. Das
passt dann gut, weil wir die gleiche Sprache sprechen. Bei unseren
großen Kunden, etwa Einzelhandelsfirmen, haben wir zwar auch
mit Marketingleuten oder dem Management zu tun, doch oft genug auch
mit Produktionern. Wir konzentrieren uns auf das Wesentliche,
etwa darauf, dass die Farbe schnell trocknet und wir die
Lieferfrist einhalten. Auf diese Weise tragen wir zum Erfolg
unserer Kunden bei mit denen wir gemeinsam wachsen - und zwar
langsam aber beständig. Das spricht sich herum.
Was ist der entscheidende Faktor, um Kunden zu gewinnen?
Rowley: Die Leute verlangen Glaubwürdigkeit und
möchten wissen, mit wem sie es zu tun haben. Da sind
Referenzen wichtig, etwa dass wir für große, kanadische
Einzelhändler oder andere bekannte Firmen drucken.
Natürlich hilft es uns auch, wenn Kunden uns weiter empfehlen.
Außerdem laden wir unsere Kunden immer wieder mal in unsere
Druckerei ein oder führen ihnen bei der Druckabnahme unsere
neuesten Investitionen vor, damit sie sehen, dass wir auf dem
neuesten technischen Stand sind. Die Speedmaster CD
74-Fünffarben mit verlängertem Lackierwerk hat mit ihren
zusätzlichen Leistungen schon viele Kunden mächtig
beeindruckt.
Wie hat der Wechsel auf die Speedmaster CD 74 Ihr Geschäft
verändert?
Rowley: Dank des verlängerten Lackierwerks sind wir
viel schneller geworden. Die Bogen kommen jetzt trocken aus der
Maschine. Daher können wir nun mehr Aufträge mit sehr
kurzen Lieferfristen annehmen. Mit der CD 74 können wir auch
stärkere Materialien für den Verpackungsmarkt bedrucken.
Das hat uns völlig neue Aufträge verschafft, weil wir
einen Full-Service liefern können. Beispielsweise erhalten wir
jetzt auch Aufträge für Präsentationsmappen. Denn
mit der CD 74 können wir das komplette Paket, also
Innenblätter und Mappe, fertigen - über Nacht. Wir
sind dadurch viel flexibler geworden, was die Marktanforderungen
angeht.
Wie verlief die Einarbeitung an der neuen Maschine?
Rowley: Die Einarbeitung an der Speedmaster CD 74 verlief
völlig reibungslos, da wir bereits mehrere Speedmaster 52 im
Einsatz haben und unsere Drucker die Technik quasi schon kannten.
Die beiden Maschinen teilen sich ja im Prinzip die gleiche
Plattform. Dazu kommt, dass wir schon seit 27 Jahren im Format 50 x
70 Zentimeter drucken. Wir konnten somit sofort von der
höheren Produktivität der neuen Druckmaschine
profitieren.
Was treibt Sie persönlich an?
Rowley: Die Druckerei ist für mich wie eine zweite
"Familie". Ich setze mich also nicht nur aus
wirtschaftlichen Gründen mit Leib und Seele für meine
Firma ein. Es freut mich zu sehen, wie meine Mitarbeiter ihren Job
mit Leidenschaft erledigen, während ich mich um die
strategische Planung kümmere. Mir liegt daran, dass meine
Leute und ihre Familien gedeihen, dass es ihnen gut geht. Viele
meiner Angestellten haben, seit sie hier arbeiten, eine Familie
gegründet und Häuser gekauft. Darauf bin ich am meisten
stolz.
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