Die Online-Druckerei Saxoprint in Dresden erhält Anfang 2013
bereits die zweite Großformatmaschine Speedmaster XL 162 von
der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg). Die
Achtfarbenmaschine mit Wendung produziert dann zusammen mit der
bereits vorhandenen baugleichen Maschine und einer
zusätzlichen Speedmaster XL 145 Vierfarben. Die Saxoprint GmbH
betreibt seit 2006 erfolgreich die Online-Druckerei saxoprint.de
und gehört seit Januar 2012 zu CEWE COLOR, dem führenden
Fotodienstleister in Europa. Gerade bei den hohen Anforderungen an
die Effizienz und Produktivität im internetbasierten
Online-Druck punktet die Speedmaster XL 162 mit kürzesten
Rüstzeiten und mit minimaler Makulatur. Dies ist umso
wichtiger, als in diesem Segment die Auflagen mit teilweise nur 250
Exemplaren für den großformatigen Offsetdruck untypisch
niedrig sind. Weiterhin müssen die Maschinen absolut
zuverlässig arbeiten, da auf den Sammelformen bis zu 100
unterschiedliche Kundenaufträge vertreten sind. Mit
innovativen Technologien wie der motorischen
Papierdehnungskompensation (Remote Fan Out Control) für einen
exakten Passer und der Doppelgreifer-Auslage für eine maximale
Bogenausnutzung setzt die Speedmaster XL 162 hier
Maßstäbe. In Verbindung mit dem vollautomatischen
Plattenwechsel AutoPlate XL und der spektralfotometrischen
Inline-Regelung von Farbe und Register via Prinect Inpress Control
werden Rüstzeiten erreicht, die in diesem Format früher
undenkbar waren. "Der Produktivitätsschritt mit dieser
Maschine ist für den Offsetdruck einfach revolutionär.
Die Rüstzeiten haben sich auf ein Drittel der früher
üblichen Werte reduziert. Die Qualität im Widerdruck ist
mit der im Schöndruck identisch - die Passerqualität ist
hervorragend. Für mich gibt es nur eine
Peak-Performance-Klasse, und die kommt von Heidelberg", fasst Klaus
Sauer, Geschäftsführer bei Saxoprint, nach
fünfmonatiger Produktionserfahrung zusammen.
Runter mit den Rüstzeiten und der Makulatur
Die Rüstzeiten der Speedmaster XL 162
Achtfarbenmaschine mit Wendung bei Saxoprint liegen, absolut
betrachtet, kaum höher als die einer Geradeausmaschine: Acht
bis zwölf Minuten werden für Plattenwechsel, Waschen und
Einrichten benötigt. Da diese Rüstprozesse aber nur
einmalig anfallen, ergibt sich allein durch die Wendung eine
Rüstzeitensenkung um 50 Prozent gegenüber der
Schöndruckmaschine. Auch die Makulatur sinkt in einer
vergleichbaren Größenordnung: Während im
Schöndruck rund 120 Bogen fürs Einrichten und weitere 200
Bogen "Reserve" für das Einrichten des zweiten Druckvorgangs
gebraucht werden, kommt die Speedmaster XL 162 mit rund 120 bis 150
Bogen insgesamt aus - ein entscheidender Beitrag hinsichtlich
Produktivität, Kosten und Klimaschutz gleichermaßen. Die
bewährte Farbwerktechnologie der XL-Plattform und die darauf
basierenden Möglichkeiten des Color Management bieten zudem
die ideale Grundlage für einen standardisierten Druckprozess
bei minimaler Makulatur. "Nach meiner Einschätzung liegt der
Rüstzeitanteil am Druckprozess im Online-Druck je nach
Produktkategorie bei bis zu zwei Dritteln der Maschinenlaufzeit",
bestätigt Sauer. "Der Online-Druck lebt von effizienten
Rüstprozessen - von daher stehen bei uns die
Rüstzeitenreduzierung und die Materialeffizienz im
Vordergrund, denn damit verdienen wir unser Geld."
Weltneuheit: Motorische Papierdehnungskompensation sorgt
für exakten Passer
Als Weltneuheit im Großformat hat Heidelberg bei der
Speedmaster XL im Großformat die motorische
Papierdehnungskompensation eingeführt. Diese Technologie
ermöglicht es, eine an der Bogen-Hinterkante durch den
Papierverzug auftretende Passerdifferenz vollautomatisch vom
Maschinenleitstand Prinect Press Center aus zu kompensieren. Damit
entfällt das zeitaufwändige manuelle Blocken, Stauchen
oder Spreizen der Spannschienen-Segmente bei den Druckplatten.
Diese hohe Passgenauigkeit ist umso wichtiger, da der Drucker -
anders als im klassischen Werbedruck - nur geringen Einfluss auf
den Aufbau der Druckform hat. Auf den Sammelformen sind leicht bis
zu 100 Kundenaufträge vertreten, die alle eine einwandfreie
Qualität aufweisen müssen, auch dann noch, wenn
beispielweise negative Acht-Punkt-Schriften im 7B-Format an der
Bogen-Hinterkante liegen.
Flexibles Job Pooling durch Doppelgreifer-Auslage
Für das Drucken der Sammelformen kann das
Bogenformat eigentlich nie groß genug sein - denn je
größer das Format ist, desto flexibler lassen sich die
Einzelnutzen anordnen. Wendemaschinen im Großformat hatten
bisher mit zwei Einschränkungen zu kämpfen: der
Abschmierfreiheit in der Bogenführung und den
maschinenbedingten Restriktionen beim Aufbau der Sammelformen, da
Korridore für die Bogenbremsen ein effizientes Job Pooling
verhindert haben. Der dadurch bedingte Verlust an bedruckbarer
Fläche lag bei rund sechs Prozent.
Beide Einschränkungen erübrigen sich mit der
Doppelgreifer-Technologie von Heidelberg. Da der Bogen in der
Auslage durch Greifer an der Bogenvorderkante und an der
Bogen-hinterkante geführt wird, konnte das Bogenleitblech
komplett entfallen, und damit auch alle Risiken in Hinblick auf
Farbaufbau und dadurch bedingte Kratzer. Durch eine spezielle
Bremsgreiferbrücke werden auch keine Bremskorridore mehr
benötigt, die bisher das Job Pooling behinderten. Die
Aufträge können nun über die ganze Bogenfläche
verschachtelt werden. Darüber hinaus senkt die
Papiereinsparung von zirka fünf Zentimetern in der Bogenbreite
die Einkaufskosten enorm.
Bild 1: Die Online-Druckerei Saxoprint in Dresden
erhält Anfang 2013 bereits die zweite Großformatmaschine
Speedmaster XL 162 von Heidelberg.
Bild 2: Die Heidelberg Speedmaster XL 162 setzt mit
innovativen Technologien wie der motorischen
Papierdehnungskompensation (Remote Fan Out Control) für einen
exakten Passer und der Doppelgreifer-Auslage für eine maximale
Bogenausnutzung Maßstäbe im internetbasierten
Online-Druck.
Weiteres Bildmaterial sowie Informationen über die
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