Besonders vier Bereiche treiben seit einiger Zeit die
Geschäftsentwicklung in der Printmedin-Industrie voran:
Management Informationssysteme (MIS) und Web-to-Print-Lösungen
sowie der Digital- und Verpackungsdruck. Die Heidelberger
Druckmaschinen AG (Heidelberg) erweitert daher die
Funktionalitäten ihres Druckerei-Workflows Prinect genau in
diesen Bereichen und stellt auf der drupa 2012, die vom 3. bis 16.
Mai in Düsseldorf stattfindet, neue bzw. weiterentwickelte
Prinect Lösungen vor. Die Lösungen zielen insbesondere
auf eine höhere Produktivität, mehr Flexibilität und
eine umfassendere Integration aller Prozesse einer Druckerei. Daher
sind die Prinect Lösungen auf der drupa den Trends HEI
Integration HEI Productivity, HEI Flexibility sowie HEI End
zugeordnet.
So wird Prinect als einzige Workflowlösung der Branche
künftig ein vollständig integriertes MIS
(Management-Informations-System) bieten. Basis dafür liefert
die MIS-Technologie des zu Beginn des Jahres übernommenen
Softwareherstellers CERM. Diese Lösung wird zurzeit unter dem
Namen Prinect Business Manager sukzessive weltweit in den Markt
eingeführt. Der Business Manager verfügt über ein
breites Anwendungsspecktrum, ist modular aufgebaut und deshalb
für viele Druckereien mit unterschiedlichen
Betriebsgrößen geeignet.
Prinect Business Manager integriert Managementprozesse in
Gesamtworkflow
Die kürzlich eingeführte Integration des
Prinect Business Managers mit dem Prinect Produktionsworkflow auf
Basis von JDF/JMF ist technologisch marktführend und
verschafft den Anwendern weitreichende Prozessautomatisierung sowie
eine deutlich höhere Transparenz und vereinfachtes
Datenhandling. Damit sind Druckereien in der Lage, ihre
Wettbewerbsfähigkeit in einem preissensiblen Marktumfeld
deutlich zu erhöhen.
In den bereits gestarteten weiteren Entwicklungsstufen wird
Heidelberg mit dem Prinect Business Manager eine eigene Lösung
bieten, die auf dieselbe Datenbasis wie der Produktionsworkflow
zugreift - die Daten aus der Jobplanung und der Produktion liegen
dann im selben System wie z.B. die Daten der Auftragsbearbeitung
und der Materialwirtschaft. Damit entsteht ein umfassend
integrierter und in der Branche bisher so nicht erhältlicher
Druckerei-Workflow, der alle Bereiche eines Printmedienunternehmens
abdeckt und damit branchenweit größtmögliche
Automation der Prozessabläufe bietet.
"Durch die Integration von MIS und Produktionsworkflow bietet
Prinect in Zukunft ein noch höheres Maß an Transparenz
und Automation. So werden beispielsweise kurzfristige
Auftragsänderungen in Prinect nicht nur in Bezug auf die
Maschinenwahl, sondern auch in der Materialwirtschaft automatisch
vollzogen" erklärt Christopher Berti, Leiter der Business Area
Prinect und CtP bei Heidelberg. "Damit wachsen in Prinect zwei
Systemwelten zusammen, die bisher trotz JDF-Integration in vielen
Bereichen noch getrennt waren."
Die Anwender der bisher von Heidelberg angebotenen
MIS-Lösung Prinect Prinance werden auch in Zukunft
unterstützt. Die Anbindungen von Third-Party-MIS an Prinect
und Partnerprogramme werden fortgeführt.
Vielfältige Geschäftsmodelle mit Web-to-Print bieten
der Branche weiterhin großes Potenzial
Das Marktpotenzial von Web-to-Print-Lösungen (W2P)
steigt weiter - sowohl für Druckereien als auch für die
Zulieferer der Branche. Der in Kooperation mit dem US Unternehmen
Pageflex entwickelte Prinect Web-to-Print Manager bietet Heidelberg
Kunden die Möglichkeit, in dieses Marktsegment mit einer hoch
automatisierten Lösung einzusteigen.
Mit dem Prinect Web-to-Print Manager haben die Anwender je
nach Geschäftsmodell die Möglichkeit, einen oder mehrere
Online-Shops - auch in einer Kombination aus für die
Allgemeinheit zugänglichen und nicht zugänglichen Shops -
mit typischen Funktionen wie Bestellabwicklung mit Freigabeprozess,
Warenkorb, Benutzerverwaltung sowie Abwicklung von Versand und
Bezahlung zu betreiben. Im Kundenportal (Frontend) sind die
Verarbeitung variabler Daten und die Online-Editierung von
Dokumenten möglich. Ebenso können Adobe InDesign oder
PDF-Dateien als Vorlagen genutzt werden. Auch Schnittstellen zu
Bezahl- und Versandsystemen sowie Analyse-Tools von Drittanbietern
werden angeboten.
Insgesamt basiert der Prinect Web-to-Print Manager auf einer
Standardsoftware mit intuitiver Bedienung, für die kein
Programmier-Know-how erforderlich ist. Das Frontend lässt sich
kundenindividuell anpassen.
Viele Druckereien sind auf der Suche nach einer
W2P-Lösung, vorwiegend für ihre B2B-Aktivitäten.
Besonders hierfür ist der Prinect Web-to-Print Manager
geeignet. Darüber hinaus unterstützt er auch
Geschäftsmodelle im Business-to-Consumer-Bereich oder von
Franchise-Netzwerken.
"Mit der Einführung des Prinect Web-to-Print
Managers integriert Heidelberg den gesamten Prozess von der
Auftragsannahme via Onlineshop, der Vorlagenerzeugung via
Web-to-Print bis hin zur integrierten, hochautomatisierten
Printproduktion. Bis zur kommenden drupa plant Heidelberg, die
Markteinführung weltweit umgesetzt zu haben", so Berti.
Das Partnerprogramm von Heidelberg zur Anbindung von
W2P-Lösungen der Software-anbieter RedTie, EFI Digital
Storefront, BrandMaker, Neo7even und MS-Visucom bleibt bestehen.
Digitaldruck: Erst die Integration in einen Gesamtworkflow
erhöht die Effizienz
Der bereits bestehende Prinect Digital Print Manager zur
Anbindung von Digitaldruckmaschinen verschiedener Hersteller wird
im Rahmen der Kooperation mit Ricoh ausgebaut und mit erweiterten
Funktionen versehen. Für eine besonders flexible
Printproduktion lassen sich in Zukunft in einem gemeinsamen
Workflow für Digital- und Offsetdruck das Anlegen eines
Auftrags und dessen Kalkulation, die Auswahl der jeweils am besten
geeigneten Produktionstechnologie, bzw. eine hybride Produktion,
sowie das Inline-Finishing im Ausschießschema automatisieren.
Dafür wird beispielsweise das Farbmanagement im Workflow so
optimiert, dass ein bestimmter Farbton im Digitaldruck dem des
Offsetdrucks weitestgehend entspricht. Darüber hinaus
können über den Prinect Digital Print Manager
künftig auch Digitaldruckmaschinen der Hersteller HP, Canon,
Xerox und Kodak angebunden werden.
Integrationslösungen für den Verpackungsdruck:
Bei der stark industrialisierten Produktion von
Faltschachteln und Etiketten hat die komplette Integration aller
Druckereiarbeitsschritte eine noch stärkere Bedeutung als im
reinen Werbedruck. Prinect bietet auch hier eine umfassende
Funktionalität für die kostengünstige
industrialisierte Produktion und die langfristige Datenverwaltung,
beispielsweise bei Wiederholaufträgen. Besonders
Rüstzeitoptimierungen bei den Druckmaschinen wie in der
Weiterverarbeitung im Bereich der Stanz- und Klebemaschinen sind
ein wichtiger Ansatzpunkt für Prinect. Materialeinsparungen,
Produktionssicherheit und optimale Wiederholbarkeit sind weitere
Aspekte, die bei den Weiterentwicklungen des Workflows für den
Verpackungsbereich im Vordergrund stehen. So wird der Prinect
Package Designer, die hochproduktive CAD/CAM (Computer Aided
Design/ Computer Aided Manufacturing) Software, die das
strukturelle Design in Prinect integriert, über ein spezielles
Adobe Illustrator Plug-in nicht nur die Konturen, sondern dem
Grafikdesigner auch dreidimensionale Darstellungen und
Vermaßungen zur Verfügung stellen. So kann er das
Grafikdesign mit Adobe Illustrator direkt auf den Konturdaten
anlegen und auch gleich dreidimensional überprüfen. Auch
für den Bogenaufbau wird die Funktionalität ständig
erweitert, um den Wünschen der Anwender gerecht zu werden.
Produktionsleiter schätzen zudem besonders die
übersichtlichen, exakten Produktionsinformationen, auf deren
Basis Planung, Nachkalkulation und Workflowoptimierung qualifiziert
und sicher durchführbar sind.
Bild:
Heidelberg setzt beim weiteren Ausbau des Druckerei
Workflows Prinect besonders auf vier Wachstumssegmente innerhalb
der Printmedienindustrie: MIS-Lösungen und Web-to-Print sowie
Digital- und Verpackungsdruck.
Weitere Informationen sowie Bildmaterial finden Sie im
Internet unter
www.heidelberg.com.
Weitere Informationen für Journalisten:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Corporate Public Relations
Matthias Hartung
Telefon: 06221 92 5077
Fax: 06221 92 99 5077
E-Mail:
matthias.hartung@heidelberg.com
Heidelberg auf der drupa 2012
Moderne Printmedien-Dienstleister agieren in einem
dynamischen und anspruchsvollen Markt. Wer in einem solchen Umfeld
erfolgreich wirtschaften will, muss sein Geschäftsmodell
optimieren: Es gilt, Markttrends der Industrie erfolgreich
aufzugreifen und gewinnbringend umzusetzen.
Auf der drupa 2012 präsentiert Heidelberg vom 3. bis 16.
Mai in der Halle 1 ein weiterentwickeltes Produkt- und
Lösungsangebot, das konsequent auf aktuelle Marktanforderungen
zugeschnitten ist. Unter dem Leitmotto "Discover HEI" stehen die
schlanke Produktion (HEI Productivity), ökologisches Drucken
(HEI Eco), Web-to-Print (HEI Integration), Print-on-Demand (HEI
Flexibility), Differenzierung durch Print-Veredelung (HEI
Emotions), Zukunft im Verpackungsdruck (HEI End) und Vorsprung
durch aktuelles Fachwissen (HEI School) im Mittelpunkt des
Messeauftritts. Damit zeigt das Unternehmen Lösungen, mit
denen Druck- und Weiterverarbeitungsdienstleister die aktuellen
Marktanforderungen meistern können.
www.drupa.heidelberg.com