Die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) erweitert das
Einsatzgebiet der Speedmaster SM 52 mit Farbwerktechnologie
Anicolor um den Bereich Sonderfarben. Damit können die
Vorteile von Anicolor, wie schnelles In-Farbe-kommen, wenig
Anlaufmakulatur, hohe Stabilität über die Auflage hinweg
sowie hervorragende Druckqualität, nun auch mit den
Sonderfarben genutzt werden. Heidelberg hat seine Saphira Anicolor
Sonderfarben nach Pantone PMS (Pantone Matching System) bestens auf
die Anicolor Technologie abgestimmt. Optimierte Grundfarben werden
zum Mischen der einzelnen Farbtöne verwendet. Diese reagieren
ideal auf Temperaturveränderungen der Rasterwalze. Da Anicolor
immer mit der gleichen Farbschichtdicke arbeitet, ergeben sich
drucktechnische Vorteile gegenüber dem konventionellen
PMS-System. Außerdem kann der Pudereinsatz reduziert und die
Trocknung beschleunigt werden.
Interessant ist die Anicolor Maschine sowohl für moderne
Druckereien im Kleinformatbereich als auch für große
Druckereien mit steigendem Bedarf an schnellem Durchsatz von
Kleinauflagen in hoher Qualität.
"Mit unserer Speedmaster SM 52-5+L mit Anicolor
Technologie können wir pro Tag deutlich mehr Aufträge
produzieren als mit einer konventionellen Maschine. Mit dem
Anicolor Farbwerk, das wir auch für das Verarbeiten von
Sonderfarben nutzen, erreichen wir einen geringeren
Farbschichtauftrag und eine schnelle, gleichmäßige
Einfärbung - auch bei wenig Farbabnahme. Dies ist gerade bei
Sonderfarben ein entscheidender Faktor", bestätigt
Alexandra Fay vom Druckhaus Engelhardt und Bauer in Karlsruhe.
Lange Wendemaschinen jetzt auch mit Sonderfarben
Auf der IGAS 2007 in Tokio stellte Heidelberg bereits eine
Speedmaster SM 52 Zehnfarben mit Wendung und dem Kurzfarbwerk
Anicolor vor. Auch auf diesen Maschinen lassen sich nun
Pantone-Sonderfarben verarbeiten. Damit verbinden sich die Vorteile
des gleichzeitigen Bedruckens von Vorder- und Rückseite mit
den Vorteilen von Anicolor. Dazu zählen extrem schnelles
Einrichten der beidseitigen Druckformen mit wenigen Bogen
Makulatur. Es ergibt sich eine schnellere Durchlaufzeit, da keine
zusätzliche Wartezeit für die Trocknung und auch keine
Zwischenlagerung erforderlich ist.
Eigener Bereich "Anicolor" auf der drupa in Halle
1
Auf der drupa 2008 in Düsseldorf stellt Heidelberg die
Kurzfarbwerktechnologie Anicolor in einem speziellen Bereich in
Halle 1 vor. Auf einer Speedmaster SM 52-4+L und einer Speedmaster
SM 52-10-P werden verschiedenste Anwendungen von vier über
vier, Drucklack, Dispersionslack oder Sonderfarben gezeigt.
Dabei demonstriert die Speedmaster SM 52-4+L kürzeste
Einrichtzeiten und schnelles Weiterverarbeiten durch
vollflächige Lackierung. Die Speedmaster SM 52-10-P Anicolor
präsentiert die schnellste Möglichkeit, beidseitig zu
produzieren.
Drucken mit Anicolor bedeutet weniger Makulatur und entlastet
die Umwelt
Heidelberg stellte die Farbwerktechnologie Anicolor auf einer
Speedmaster SM 52 Vierfarben auf der Ipex 2006 vor. Es werden kaum
noch Anlaufbogen benötigt, je nach Drucksujet typischerweise
etwa 20 Bogen. Das bedeutet eine um bis zu 90 Prozent reduzierte
Anlaufmakulatur. Dies entlastet auch die Umwelt, da hier schnell
mehrere Tonnen Papier im Jahr eingespart werden können.
Da Farbzoneneinstellungen entfallen, verringern sich die
Rüstzeiten um bis zu 40 Prozent. Durch diese Zeitersparnis
kann sich die Kapazität der Druckmaschine um bis zu 25 Prozent
erhöhen - bei günstigen Auflagenstrukturen sind noch
weitere Steigerungen möglich.
Damit sind die Stärken des Offsetdrucks auch für
Kleinstauflagen verfügbar, die nun mit deutlich besseren
Margen produziert werden können. Diese Vorteile werden auch
bei höheren Auflagen beibehalten. Der besondere Clou der
Speedmaster SM 52 mit dem Farbwerk Anicolor ist, dass
konventionelle Druckplatten zum Einsatz kommen, da die
Druckmaschine mit dem bewährten Feuchtwerk Alcolor arbeitet.
Je standardisierter der Druckprozess erfolgt, beispielsweise mit
Print Color Management, desto besser werden die Vorteile von
Anicolor ausgeschöpft.
Bild:
Das farbzonenlose Kurzfarbwerk Anicolor besteht aus deutlich
weniger Walzen als ein konventionelles Werk. Dadurch erfolgt eine
sehr schnelle Einfärbung, und es werden extrem wenige
Anlaufbogen benötigt.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
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