"Kostenlöcher stopfen mit Prinect"
Prinect - Der Druckerei-Workflow
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Manche Druckereien verschenken wertvolle Wettbewerbsvorteile,
weil sie die "versteckten" Kosten und internen
Aufwände für das Verwalten und Durchführen von
Aufträgen nicht kennen. Prinect Produktmanager Reiner
Bachthaler erläutert, wie sich mit einem integrierten
Druckereimanagement Kosten einsparen und höhere Margen
erzielen lassen.
Herr Bachthaler, Sie behaupten, dass viele Druckereien ihre
auftragsbezogenen administrativen Aufwände nicht kennen.
Provokant gefragt: Bedeutet dies, dass manche Aufträge im
strategischen Blindflug produziert werden?
Bachthaler: Das nicht. Doch viele Betriebe erfassen nur
die Kosten für Material, Maschinen und Personal, aber nicht
die administrativen Kosten: etwa den Zeit- und Arbeitsaufwand, der
durch die Mehrfacheingabe von Auftrags- und Produktionsdaten oder
durch das Umdisponieren von Aufträgen entsteht. Hinzu kommen
die Aufwände dafür, Informationen aus anderen Bereichen
zu beschaffen, beispielsweise Informationen für den Vertrieb
darüber, ob sich bei einem Auftrag noch
Änderungswünsche des Kunden berücksichtigen lassen.
Da diese zusätzlichen Kosten nur schwer zu erfassen sind,
bleiben die damit verbundenen Einsparpotentiale für die
Geschäftsleitung intransparent und daher ungenutzt.
Warum reicht es nicht aus, Vorstufe und Drucksaal miteinander zu
vernetzen, um diese "Kosten- und
Produktivitätslöcher" zu stopfen?
Bachthaler: Diese klassische Vernetzung beschränkt
sich auf das automatische Weiterleiten von Produktionsdaten, etwa
von Farbvoreinstelldaten aus der Vorstufe an die Druckmaschine.
Dies bringt natürlich schon eine enorme Ersparnis an Zeit und
Makulatur. Allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. Denn eine
Vernetzung verbindet immer nur einzelne Abteilungen, zwischen denen
die Informationen dann häppchenweise weitergereicht werden.
Dadurch kommt es zwischen Abteilungen, die nicht direkt
hintereinander in der Vernetzungskette sind, wie zum Beispiel
zwischen Auftragsannahme und Weiterverarbeitung, weiterhin zu
Reibungsverlusten und Fehlern.
Prinect Produktmanager Reiner Bachthaler
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Was sind denn solche Reibungsverluste?
Bachtahler: Wird im Management-Informationssystem Prinect
Prinance ein Auftrag kalkuliert, legt die Software gleichzeitig
alle relevanten Auftragsdaten an, zum Beispiel für die
Farbigkeit und die Auflage. Sie können sich vorstellen, dass
es schneller und sicherer ist, diese einmal eingegebenen Daten in
der gesamten Produktion wiederzuverwenden, wie dies im integrierten
Prinect Workflow der Fall ist. Ohne Integration müssen Sie
diese Daten an verschiedenen Stellen nochmals von Hand eingeben,
mit hohem Aufwand und dem Risiko inkonsistenter Daten. Wenn sich
Auftragsdaten dann auch noch ändern und in der gesamten
Produktion nachgezogen werden müssen, geraten Sie leicht
endgültig ins Schleudern. Auch die konsistente Erfassung von
Produktionsdaten, beispielsweise zur Analyse der
Profitabilität bestimmter Produktgruppen oder Kunden, ist ohne
Integration schwer möglich.
Wie funktioniert diese Integration im täglichen
Geschäft?
Bachthaler: Die in Prinance vordefinierten Auftragsdaten
werden automatisch im Prinect Integration Manager - dem
Workflowsystem für die gesamte Produktion - abgelegt. Alle
Produktionsbereiche greifen auf diese zentralen Informationen zu.
Dies führt zu einer höheren Produktionssicherheit und zu
reduzierten Aufwänden für Vorbereitung, Steuerung und
Auswertung der Aufträge. Dabei gilt: Je mehr Abteilungen
integriert sind, desto höher der Effizienzgewinn. Wie das in
der Praxis aussieht, verdeutlicht das Beispiel unseres
Liechtensteiner Kunden BVD Druck & Verlag AG. Für jeden
Auftrag wird im MIS ein Prozessplan hinterlegt: Dieser definiert,
welche Prozessschritte in welcher Reihenfolge abgearbeitet werden
müssen. Der Prinect Produktionsworkflow nutzt diese
Informationen, um damit die jeweiligen Arbeitsgänge
automatisch anzustoßen oder den ausführenden Maschinen
zuzuordnen. Sämtliche Mitarbeiter - der Disponent ebenso wie
der Drucker - können an ihrem Arbeitsplatz genau die
Auftragsinformationen abrufen, die sie brauchen, um ihre Aufgaben
effizient zu erfüllen. Produktionsdaten werden zudem
konsequent aus allen Bereichen in Prinect Prinance für die
Nachkalkulation und weitere Auswertungen zurückgemeldet.
Was verbirgt sich hinter den neuen Produkten Prinect Postpress
Manager und Prinect Scheduler?
Bachthaler: Der Prinect Postpress Manager bindet
automatisierte Weiterverarbeitungsmaschinen wie Sammelhefter oder
Falzmaschinen online in den Produktionsworkflow ein. Über
Data-Terminals ist auch eine Integration älterer Maschinen und
von Handarbeitsplätzen möglich. Der Prinect Scheduler ist
ein elektronisches Produktionsplanungs-Tool. Komfortable
Planungsautomatismen in Kombination mit der detaillierten Anzeige
des aktuellen Status sämtlicher Aufträge ermöglichen
es dem Disponenten, schneller und effizienter zu planen. Über
sogenannte Checkpoints zeigt der Prinect Scheduler zudem an, ob
Meilensteine wie die Proof-Freigabe erreicht wurden. Darüber
hinaus signalisiert er per Ampelsystem drohende
Terminüberschreitungen oder Ressourcenkonflikte. Der Disponent
kann so diese Probleme rechtzeitig erkennen und beheben.
Wie sieht es mit der Amortisierung aus?
Bachthaler: Ich habe bereits unseren Liechtensteiner
Kunden BVD Druck & Verlag AG erwähnt. BVD setzt eine
integrierte Prinect Workflow-Lösung in der Administration, der
Vorstufe, im Drucksaal und künftig auch für die
Weiterverarbeitung ein. Durch die Integration spart BVD bereits
heute pro Auftrag rund sieben Minuten ein und hat darüber
hinaus fünf Prozent weniger Makulatur. Im Durchschnitt machen
sich derartige Integrationsprojekte innerhalb von zwei Jahren
bezahlt. Ein weiterer Vorteil: Heidelberg deckt mit seiner
Workflow-Lösung als einziger Hersteller alle Management- und
Produktionsprozesse der Druckereien ab - von der Branchensoftware
(MIS) über die Vorstufe und den Drucksaal bis zur
Weiterverarbeitung. Alles aus einer Hand zu beziehen ist nicht nur
in funktionaler Hinsicht ein großer Vorteil, sondern macht
sich auch in Form von Kostensenkungen bemerkbar: weil der
Integrationsaufwand viel geringer ist und die einzelnen Bausteine
optimal aufeinander abgestimmt sind.
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