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Die Bundesliga auf der Getränkebox

Bislang rechnete es sich kaum, Folien, Etiketten oder Faltschachteln in kleinen Losgrößen zu bedrucken. Die Inkjetsysteme des Innovationsprojekts "Linoprint" von Heidelberg zeigen: Es geht auch anders.

Am Nachmittag gespielt, am Abend gedruckt: Dank der Inkjetsysteme "FixedLine" und "DriveLine" lassen sich nun auch kurzfristig originelle Marketingaktionen verwirklichen, beispielsweise die aktuellen Bundesligaergebnisse zeitnah auf Faltschachteln oder Etiketten drucken. "Der individualisierte Druck bei höchster Qualität und einer Auflösung von 360 dpi ist jetzt auch für kleinste Stückzahlen kein Problem mehr", erklärt Oliver Stenzel, Marketingleiter Linoprint. Und auch betriebswirtschaftlich lohnt sich der Einsatz der digitalen Drop-on-Demand-Systeme: "Bei Industrieverpackungen und im Etikettendruck in Losgrößen von bis zu mehreren 100 000 bedruckten Sujets sind unsere Lösungen - je nach Motiv, Farbsättigung und verwendeter Tinte - dem klassischen Flexodruck bei den Gesamtbetriebskosten klar überlegen", betont Stenzel. Zudem sparen sie Zeit und Geld, da sie sich bedarfsgerecht in die Produktions- und Verpackungsabläufe integrieren lassen.

Damit spielen die DoD-Systeme eine zentrale Rolle bei der sogenannten "Late-Stage"-Konfektionierung. Weil viele Hersteller mit immer kleineren Produktionsmengen oder just in time arbeiten, um Kosten zu optimieren, findet die Konfektionierung - beispielsweise das Bedrucken von Kosmetik- und Pharmaschachteln mit unterschiedlichen Sprachversionen - oft erst in "letzter Minute" vor der Auslieferung statt. Die UV-DoD-Systeme fügen hierzu die variablen Bild- und Textdaten für die verschiedenen Varianten innerhalb eines Druckauftrags passend zusammen. Vier Modellreihen stehen für die unterschiedlichen Kundenanforderungen zur Auswahl.

1. Dekorieren und variables Bedrucken innerhalb von Produktions- oder Verpackungslinien
Anwendungsbeispiele für "FixedLine" sind individuelle Produktkennzeichnungen, länderspezifische Sicherheitshinweise oder Logos, die "in letzter Minute" gedruckt werden, etwa auf versiegelte Tablettenblister oder befüllte Verpackungen. Die kompakte Druckeinheit lässt sich in der Regel genau dort in Produktions- und Verpackungslinien integrieren, wo es am wirtschaftlichsten ist.

2. Individuelles und vielseitiges Design für Marketingaktionen oder Markttests
Die Dekoration flacher Zuschnitte und Formteile aus verschiedensten Materialien sind die Spezialität der "DriveLine C" (voraussichtlich verfügbar ab dem 2. Quartal 2010). Selbst kleinste Losgrößen, etwa von geklebten Faltschachteln vor dem Aufstellen, lassen sich kostengünstig mit Texten und Logos versehen.

3. Dreidimensionale Gegenstände im Late-Stage-Verfahren bedrucken
"Drive Line D" macht die "Late-Stage"-Konfektionierung unkompliziert: Sie bedruckt dreidimensionale Substrate aus Karton, Metall oder Kunststoff - zum Beispiel bereits befüllte und geschlossene Faltschachteln - mit individuellen Produktkennzeichnungen, je nach Bedarf in- oder offline. Sie ist voraussichtlich ab dem 2. Quartal 2010 verfügbar.

4. Kurzfristige Konfektionierung auch bei empfindlichen Substraten
Anwendungsbeispiele für die "DriveLine B" sind Selbstklebeetiketten, Verpackungsfolien aus Aluminium und Kunststoff (z.B. Deckel für Joghurtbecher) sowie Folienmaterial für Tablettenblister. Dank des temperaturkontrollierten Zylinders erzielt das DoD-System beste Ergebnisse auch bei Substraten, die sich durch Eigenspannung wölben oder auf Zug, Druck oder Temperatureinwirkungen reagieren. "DriveLine B" ist für den Vierfarbdruck ausgelegt, kann aber auch für den Ein- oder Zweifarbendruck eingerichtet werden.

Jede Maschine individuell zugeschnitten
Dank ihres modularen Konzepts lassen sich die Linoprint-Systeme exakt an die Kundenanforderungen anpassen. Bedruckt werden kann von Rolle zu Rolle, von Rolle zu Produktion, von Stapel zu Stapel oder von Stapel zu Produktion. Ein weiterer Vorteil sind die variablen Bahnbreiten von 50 bis 500 mm. Zudem lassen sich die Anforderungen an eindeutige Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit einer Ware kostengünstig erfüllen. Denn über die einfach zu bedienende Software Linoflow kann jeder Druck beliebig mit variablen Daten versehen werden - zum Beispiel mit Text, Serien- und Zufallsnummern, Datum und Uhrzeit sowie Datamatrix- und Barcodes.

Von zehn auf drei

Der Chemie- und Pharmariese Merck hat am Standort Darmstadt zehn Thermotransfer-Drucker mit UV-Station durch drei DriveLine-Systeme ersetzt.

Herr Held, Sie sind Leiter der Verpackungslogistik bei Merck. Warum haben Sie sich für die "DriveLine" entschieden?

Dieter Held:
Unsere bisherigen Druckeinheiten sind für die Herausforderungen der neuen Gesetzgebung im Rahmen des Global Harmonized System nicht geeignet. Mit den neuen GHS-Symbolen müssen ab 2010 alle Gefahrstoffe gekennzeichnet werden. Besonders das Umrüsten und das Datenhandling wären künftig zu aufwendig gewesen. Die DriveLine-Systeme überzeugen durch die hohe Druckqualität, Flexibilität und ergonomische Bedienung: Die Daten werden zentral vorbereitet, so dass sich jeder Auftrag einfach per Knopfdruck starten lässt.

Was drucken Sie mit dem neuen Drop-on-Demand-System?

Dieter Held:
Wir bedrucken Etiketten säure- und lösemittelbeständig sowie relativ abriebfest in 4c mit Datamatrix- und Barcodes, Logos, GHS-Symbolen und mit Texten in bis zu sieben Sprachversionen innerhalb eines Auftrags.

Wie profitieren Sie von der Linoprint-Technologie?

Dieter Held:
Wir können auftragsbezogen unterschiedlichste Losgrößen und sogar Einzelexemplare wirtschaftlich bedrucken. Die hohe Druckgeschwindigkeit und die relativ niedrigen Kosten für Verbrauchsmaterialien tragen ebenfalls zur Kostenoptimierung bei.


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Erfahren Sie mehr über DriveLine B (Version 2009). Video

© Heidelberger Druckmaschinen AG 

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