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Das Glossar der Heidelberg Website erklärt Ihnen in alphabetischer Reihenfolge eine Vielzahl von Fachausdrücken rund um das Thema Druck und einige Begriffe aus der Produktwelt von Heidelberg.

Klicken Sie einfach auf den Buchstaben Ihrer Wahl, um die gewünschten Informationen zu erhalten.

TAGA (Technical Association Of The Graphic Arts)
Die 1948 gegründete TAGA ist eine internationale technische Vereinigung von Fachleuten aus der Printmedien-Industrie. Ihre zurzeit rund 900 Mitglieder sind Wissenschaftler und Ingenieure bei Verlagen, Druckereien und anderen grafischen Betrieben sowie einschlägigen Lieferanten.
Tambour
Rolle, auf der die Papierbahn am Ende ihres Laufes durch die Papiermaschine aufgewickelt wird.
Tamper-Evident-Klebeetiketten
Klebeetiketten, die Manipulationen erkennen lassen. Eine einfache Form solcher Etiketten sind die bekannten Preisschilder in Lebensmittelgeschäften, die aus Einzelteilen zusammengesetzt sind und sich nicht in einem Stück von der Unterlage lösen lassen.
Tampondruck
Indirektes Tiefdruckverfahren, bei dem als Zwischenmedium ein flexibler (oft halbkugelförmiger) Tampon aus Siliconkautschuk die Druckfarbe von der Platte auf die zu bedruckende Fläche überträgt. Mit dieser Methode lassen sich irregulär geformte Gegenstände in großer Vielfalt bedrucken.
Tellern
Ausbeulen von Papierbogen in ihrer Mitte. Bei Bogenstapeln liegt der Grund dafür in der zu niedrigen Feuchtigkeit der Umgebungsluft, die das Papier am Rand austrocknen und schrumpfen lässt.
Template
Formular oder Mustervorlage, zum Beispiel ein HTML-Dokument, das aus einem festen und einem variablen Teil besteht. Zur Erstellung eines neuen HTML-Dokumentes wird das Template kopiert und nur noch der variable Teil bearbeitet.
Terahertz-Wellen
Elektromagnetische Wellen im Grenzbereich zwischen Mikrowellen und Infrarotlicht mit Frequenzen von etwa 300 Gigahertz bis zehn Terahertz. Neben schneller Datenkommunikation und Messanwendungen in der Atmosphärenforschung und Astrophysik gelten neuartige Bildverfahren als zukunftsträchtige Einsatzgebiete dieses Wellenbereichs. So arbeiten Wissenschaftler an einer Methode, den Inhalt von Büchern sichtbar zu machen, ohne sie zu öffnen. Dies kann beispielsweise dazu dienen, Schriften zu untersuchen, die bereits so weit geschädigt sind, dass sie beim Öffnen zerfallen würden.
Tertiärfarbe
Farbton, der beim Druck aus drei Grundfarben erzeugt und wiedergegeben wird, zum Beispiel Braun, Oliv, Ocker etc.
TeX
"Tech" ausgesprochen, da es sich um die griechischen Buchstaben Tau, Epsilon und Chi handelt, ist ein Satzprogramm, das der US-amerikanische Computerwissenschaftler Donald E. Knuth Ende der siebziger Jahre speziell für naturwissenschaftliche Texte entwickelte. Anders als heute übliche Layout-Software arbeitet TeX nicht mit einer grafischen Bedienung, sondern verarbeitet mit Formatierungsanweisungen versehene Texte.
TFT-Monitor (Thin Film Transistor)
Moderne Flachbildschirme werden oft als LCD-Fernseher oder TFT-Monitor bezeichnet. Gemeint ist meist dieselbe Technik, weshalb korrekterweise eine Bezeichnung, wie TFT-/LCD-Display angebracht wäre. LCD (= Liquid Crystal Display = Flüssigkristall Display) steht dabei für die Verwendung von Flüssigkristallen in den einzelnen Bildpunkten des Bildschirms und TFT für kleinste Transistor-Elemente, welche die Ausrichtung der Flüssigkristalle und damit deren Lichtdurchlässigkeit steuern. Back to top


Thermochromische Druckfarben
Verändern ihre Farbe analog zu Temperaturveränderungen. Je nach Art der Farbe kann sich dabei der Farbton ändern, oder die Färbung verschwindet ganz. Manche thermochromischen Druckfarben reagieren bereits bei kurzer Berührung auf Körperwärme. Auf diese Weise lassen sich Dokumente in leicht überprüfbarer Form gegen Fälschung schützen. Farben, die bei geeigneten Temperaturen umschlagen, setzt man als Temperaturanzeige für Getränke und Medikamente oder auch zur Überwachung von Heiz- oder Kühlaggregaten ein.
Thixotropie
Zähflüssige Stoffe, die durch mechanische Einwirkung (Rühren) dünnflüssiger werden und im Ruhezustand wieder zu ihrer ursprünglichen, höheren Viskosität zurückkehren. Im Offsetdruck unterstützt Thixotropie von Druckfarben die Qualität von Mehrfarbendruck. Die im Farbwerk dünnflüssigeren Farben verfestigen sich auf dem Bedruckstoff schon vor der Trocknung etwas, so dass weitere Druckvorgänge besser ausfallen.
Tiefdruck
Dieses Verfahren verwenden Rotationsdruckmaschinen hoher Leistung. Die druckenden Elemente liegen hier in Form von Näpfchen in der Oberfläche des Tiefdruckformzylinders vor. Das Druckbild wird in aller Regel durch elektromechanische Gravur mit einem Diamantstichel auf den Zylinder übertragen. Beim Druckvorgang wird der Druckzylinder vollkommen eingefärbt. Dann streift ein Rakelmesser die überschüssige Farbe von der Oberfläche ab, und die Farbe verbleibt nur noch in den Vertiefungen. Dann presst eine gummierte Walze die Papierbahn gegen den Druckzylinder, und die in den Näpfchen zurückgebliebene Farbe wird an das Papier abgegeben.
TIF
Bei Windows-Rechnern die übliche Endung des Dateinamens von im TIFF-Format kodierten Dateien.
TIFF (Tag Image File Format)
Oft verwendetes Dateiformat für Bilder, das 1986 von einem Gremium der Computerindustrie definiert wurde. Es handelt sich um ein so genanntes Rasterformat, das für jeden Bildpunkt Information über seine Helligkeit und seinen Farbton enthält. Das TIFF-Format unterstützt verschiedene Farbigkeiten von Schwarzweiß bis zur vollen Farbe in RGB-Darstellungen. TIFF-Dateien können nach verschiedenen Verfahren komprimiert sein.
Time to Market
Zeitraum von der Produktidee bis zur Markteinführung.
Titelei
Die vor dem eigentlichen Text liegenden Seiten eines Buches. Dies kann Schmutztitel, Haupttitelseite, Impressum, eine Widmung sowie ein Inhaltsverzeichnis und ein Vorwort sowie unbedruckte so genannte Vakatseiten umfassen.
Tonwert
Begriff aus der Fotografie und der Drucktechnik. Er bezeichnet allgemein den Anteil einer Oberfläche, der bedeckt ist; die optisch wirksame Flächendeckung.
Tonwertabriss
Bereich, bis zu welcher prozentualen Flächendeckung die Lichtpunkte wegbelichtet wurden beziehungsweise gerade noch vorhanden sind. Durch Mitbelichtung entsprechender Testkeile lässt sich der Abrisspunkt exakt kontrollieren.
Tonwertsprung
Bei einem Tonwertverlauf von weiß nach schwarz tritt bei einem bestimmten Grauwert die Situation ein, dass sich zwei nebeneinander liegende Rasterpunkte gerade berühren. Diese Situation wird Punktschluss genannt. Genau an dieser Stelle nimmt der Druckpunktzuwachs wegen der sich bildenden Farbbrücken zwischen den Rasterpunkten einen größeren Wert an. Dies führt dazu, dass eine sichtbare Abstufung zum sonst gleichmäßigen Grauwertverlauf auftritt. Der Verlauf weist einen so genannten Tonwertsprung auf. Back to top


Tonwertumfang
Kontrastumfang bei Halbtonbildern vom hellsten bis zum dunkelsten dargestellten Tonwert.
Tonwertzunahme
Bezeichnet den Effekt, dass Rastertonwerte von digitalen Bilddateien im Druck höhere (dunklere) Farbwerte ergeben können, das Druckbild also ungewollt dunkler wird als gewünscht.
Tracking-System
Dienen in der Logistik dazu, Auskunft über den aktuellen Status einer Anfrage oder Bestellung, eines Produkts im Fertigungsprozess oder einer Lieferung zu geben. Oft sind entsprechende Einrichtungen Bestandteil elektronischer Handelssysteme, die man unter dem Begriff E-Commerce zusammenfasst. Mit Hilfe eines Tracking-Systems kann beispielsweise eine Druckerei es ihren Kunden ermöglichen, den Status ihrer Druckaufträge übers Internet von der Auftragsannahme bis zum Versand zu verfolgen.
Trapping
Überfüllung oder Unterfüllung.
Trennfuge
Allgemeine Bezeichnung für eine weiche Trennung.
Trommelscanner
Bautyp eines Scanners. Die Vorlage wird auf einer gleichmäßig rotierenden Trommel fixiert und punktförmig be- oder durchleuchtet. Dabei bewegt sich parallel zur Rotationsachse eine Abtasteinheit. Sie leitet das Licht der Vorlage über eine Optik und über Farbfilter zu den Photomultipliern weiter. Da Photomultiplier nur analoge Signale ausgeben, wird noch eine Elektronik zu Digitalisierung benötigt.
True Color
Darstellungsmodus für Farben auf einem Bildschirm, bei dem für jede der drei Farben Rot, Grün und Blau der RGB-Darstellung acht Bit und damit 256 Helligkeiten zur Verfügung stehen. Mit dieser Farbtiefe von 24 Bit lassen sich insgesamt rund 16,77 Millionen verschiedene Farbtöne darstellen.
Type 1 und TrueType
Terminologie, die Technologien zur Darstellung von Schriftarten auf Monitoren und anderen Ausgabegeräten beschreibt. Der von Apple entwickelt Type 1 ist eine größenunabhängige mathematische Definition für die Form von Schriftzeichen als Kurven basierend auf den kubischen Bezier-Polynomialen. Ein Rasterizer genanntes Programm erzeugt die Schriftzeichen in der gewünschten Größe und passend zur Auflösung des Ausgabegeräts als Rasterbilder. Als Teil des Postscript Systems zur Definition der grafischen Form von Dokumenten ist diese Technik daher im Prepress vorherrschend. TrueType ist ein ähnliches Verfahren, das in Macintosh-Rechnern sowie im Betriebssystem Windows eingesetzt wird. Diese Technik verwendet einfachere quadratische B-Spline-Kurven zur Definition der Schriftzeichen. Aufgrund mehrerer Versuche, Type 1 und TrueType zusammenzuführen, unterstützt die Version 3 des Postscript Systems nun auch die TrueType Technologie.
Trust Center
Sicherheit im Netz setzt voraus, dass sich jeder Nutzer gegenüber bestimmten Diensten oder Personen ausweisen muss. Dafür werden Trust Center eingerichtet. Ein Trust Center ist eine Organisation, die digitale Zertifikate ausstellt, es übernimmt die Rolle einer neutralen vertrauenswürdigen Instanz. Die korrekte Zuordnung des digitalen Zertifikates zu einer Person wird durch einen Zertifizierungsserver, eine Art Meldebehörde, die Bestandteil des Trust Centers ist, gewährleistet.
Typografie
Lehre von der Gestaltung und dem Einsatz der Schrift. Ihr Ziel ist es, Text bestmöglich lesbar sowie optisch ansprechend zu machen - durch Auswahl von Schriftarten, -größen und -attributen, aber auch durch die Seitengestaltung. Für Schrift auf Papier sind die Regeln der Typografie so ausgereift, dass kaum noch Verbesserungen möglich erscheinen. Für andere Medien - zum Beispiel den Bildschirm - ist dies noch nicht der Fall.
Typografische Maße
Das typografische Maßsystem wurde 1737 von dem Pariser Schriftengießer Pierre Simon Fournier entwickelt. Die Grundeinheit ist der typografische Punkt (abgekürzt p), mit 1 Meter = 2660 Punkt oder 1 Punkt = 0,3759 Millimeter. Mit der Neuregelung des Messwesens wurde das typografische Maßsystem in Deutschland Ende 1977 offiziell abgeschafft. In der Praxis wird es aber noch weithin verwendet, wobei man die Einheiten auf 5/100 Millimeter rundet. Back to top


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