Gut geplant ist halb gewonnen!
Bei der Qualität macht CPC Haferkamp im nordwestdeutschen
Oldenburg keine Kompromisse. Vom Bodenbelag über die
Druckmaschinen bis hin zum Raumklima hat der Verpackungs- und
Etikettenspezialist die Produktionsbedingungen bis ins kleinste
Detail optimiert - und damit den Grundstein für sein Wachstum
gelegt.
In den Drucksaal gelangt man nur in sauberer Arbeitskleidung. Auf
der riesigen Fläche, halb so groß wie ein
Fußballfeld, werden auf sechs Heidelberg Speedmaster CD
102-Maschinen - drei davon mit UV-Ausstattung - Inmould- und
Nassleimetiketten produziert. Zu den Auftraggebern der Druckerei
zählen die globalen Größen aus der Lebensmittel- und
Konsumgüterindustrie. Sie schätzen die bestechende
Qualität, die CPC Haferkamp seit seiner Spezialisierung auf
Verpackungen und Etiketten konsequent und akribisch vorangetrieben
hat. Und das bereits bei der Planung des Neubaus: "Wir haben schon
bei den ersten Architekturentwürfen sehr eng mit Heidelberg
zusammengearbeitet. Beispielsweise wurde die Bodenbeschaffenheit
exakt definiert, damit die Druckmaschinen vibrationsfrei laufen.
Das ist schon beim Verarbeiten von Papier wichtig, aber bei Folie
unerlässlich. Denn hier führen schon kleinste Aussetzer
zu sichtbaren Makeln", berichtet Axel Beneke, Betriebsleiter bei
CPC Haferkamp.
Bei der Definition sämtlicher Anforderungen an die
Infrastruktur saßen Experten von Heidelberg mit am Tisch: Die
Druckerei nutzte das Know-how der Spezialisten aus
unterschiedlichsten Bereichen, etwa um zu definieren, welche
Stromleitungen nötig sind oder wie man die Traversen für
Wasserleitung und Druckluft verlegt. Materialfluss- und
Workflow-Überlegungen spielten eine ebenso wichtige Rolle wie
die Optimierung der Maschinenstandorte oder deren Anbindung an
Prinect Image Control.
Konfiguration & Rahmenbedingungen
CPC Haferkamp hat das Geschäft mit Folienetiketten
gezielt ausgebaut. Der Anteil an der Gesamtproduktion liegt heute
bei 40 Prozent. Gedruckt und lackiert wird im UV-Verfahren. Damit
es bei der Verarbeitung von Folie zu keiner
Wärmebeeinträchtigung kommt, setzt Haferkamp bei zwei der
sechs Speedmaster CD 102 auf eine CoolCure UV-Einrichtung. Sie
ersetzt beim Druck Sauerstoff durch Stickstoff und verbessert so
die Trocknung bei minimaler Erwärmung des Materials.
Eine weitere Herausforderung ist die elektrostatische
Aufladung. Um zeit- und kosteneffizient zu produzieren, druckt der
Etikettenspezialist von 102 cm breiten und im Durchmesser 1
Meter dicken Folienrollen. Die Folie wird inline über den
Heidelberg CutStar abgewickelt und auf das benötigte Format
geschnitten. "Beim Unterschuppen der Bogen entstehen durch die
Reibung hohe Adhäsionskräfte", erläutert
Betriebsleiter Beneke. Gemeinsam mit Heidelberg hat CPC Haferkamp
das Problem gelöst: Ein neu entwickeltes Zusatzaggregat mit
antistatischer Wirkung verhindert das Aufladen der Bogen beim
Unterschuppen. Die Verarbeitung ist dadurch deutlich einfacher und
hochflexibel: Zum Bedrucken von Papierbogen lässt sich der
Rollenquerschneider mit wenigen Handgriffen beiseiteschieben.
Raumfeuchte & Trocknung
In der Auslage der Druckmaschine spielt die
gleichmäßige Bogenfeuchte eine große Rolle. Um
Problemzonen zu isolieren und geeignete Abhilfe zu schaffen, ist
eine detaillierte Analyse des Luftkreislaufs im Drucksaal
notwendig. Wegen der hohen Qualitätsanforderungen misst CPC
Haferkamp daher permanent Temperatur und Luftfeuchte und regelt
entsprechend nach, um Schwankungen auszugleichen. Die Rohmaterialen
werden im Drucksaal gelagert, damit sie sich an das Raumklima
anpassen und somit optimal verarbeiten lassen.
Produktionssicherheit & Höchstleistung
Gearbeitet wird rund um die Uhr im Vierschichtbetrieb von
Sonntagnacht bis Samstagabend. Am Sonntag findet eine
Wartungsschicht statt. Um höchste Liefertreue und
Qualität sicherzustellen, protokolliert das Unternehmen im
ersten Jahr der Inbetriebnahme einer neuen Maschine exakt die
Verfügbarkeit; dies dient als Grundlage für
Optimierungsmaßnahmen. Zudem sind alle Maschinen in das
Dienstleistungspaket Systemservice36plus von Heidelberg Deutschland
eingebunden. "Über den Remote-Service haben wir ein sehr gutes
Frühwarnsystem etabliert. Die Reaktionszeiten seitens
Heidelberg sind äußerst kurz. In der Regel ist am
Folgetag das Serviceteil geliefert", lobt Beneke. Entsprechend hoch
ist die Maschinenverfügbarkeit.
Ohne die enge Partnerschaft mit Heidelberg wäre eine so
effiziente Optimierung nicht möglich gewesen. "Ich kann nur
jeder Druckerei raten, bereits im Vorfeld einer Erweiterung oder
eines Neubaus des Drucksaals die Produktionsfaktoren präzise
zu planen und hierbei die Erfahrung und Kompetenz von Heidelberg zu
nutzen", resümiert der Betriebsleiter.
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