Mit einem durchgängigen Workflow-Konzept auf Basis von
Prinect, von der Vorstufe bis zur Weiterverarbeitung, steigerte die
Liechtensteiner BVD Druck + Verlag AG in Schaan ihren Umsatz
erheblich - ohne Maschinenpark und Belegschaft zu verändern.
Allein 2006 erzielte der Offset-Bereich mit 580 zusätzlichen
Aufträgen ein deutliches Umsatzwachstum. Belohnt wurde die
Leistung mit dem ersten Platz bei den CIPPI Awards 2007 in der
Kategorie "Höchste Effizienzsteigerung und Verbesserung
der Kundenansprache durch Prozessautomatisierung".
Die 1927 gegründete Druckerei ist auf qualitativ
hochwertige Akzidenzen in kleineren bis mittleren Auflagen
spezialisiert und beschäftigte sich seit 2002 verstärkt
mit dem Thema der Integration. "Wir wollen den
größtmöglichen Durchsatz in höchster
Qualität", sagt Peter Göppel,
Geschäftsführer von BVD. "Das heißt für
uns, administrative und produktionstechnische Aspekte unserer Jobs
in einem System zusammenzubringen."
Die Entscheidung fiel auf Heidelberg. Nach einer
sechsmonatigen Testphase begann 2004 die schrittweise
Einführung einer Prinect Gesamtlösung. "Für
unseren kompletten Workflow haben wir mit Heidelberg einen einzigen
Ansprechpartner - ein entscheidendes Kriterium, um die
Komplexität der Gesamtintegration beherrschbar zu
machen", resümiert Göppel.
Konsistente Daten über alle Bereiche hinweg nutzen
Der Prinect Gesamtworkflow vernetzt heute die
Auftragsvorbereitung, die Druckvorstufe und den Drucksaal bei BVD
vollständig und führt damit alle auftragsrelevanten
administrativen und technischen Daten zusammen. Während bei
den früher eingesetzten Insellösungen die JDF-Daten aus
den verschiedenen Auftragsschritten aufwendig abgeglichen werden
mussten, macht die zentrale JDF-Verwaltung von Prinect eine
aufwendige Synchronisation überflüssig: Alle Jobdaten
sind über den gesamten Workflow hinweg völlig konsistent
und für jeden Arbeitsschritt nutzbar. Auch können sich
alle Mitarbeiter in Vorstufe, Druck und Weiterverarbeitung
permanent auf eine zuverlässige Überwachung des
Produktionsgeschehens verlassen und einfach auf diese Daten
zugreifen.
Höhere Produktivität auf ganzer Linie
"Die Integration und Vernetzung wirkt sich positiv
auf sämtliche Unternehmensbereiche der Druckerei aus",
sagt Göppel. In der Druckvorstufe zeigt die Automatisierung
der Arbeitsabläufe ihre Vorteile in verschiedenen Bereichen:
Aufträge können jetzt schneller angelegt werden, PDFs
werden automatisch eingelesen und schnell verarbeitet. Das
automatische Ausschießen und Rippen vereinfacht die
Abläufe ebenfalls erheblich.
Göppel geht von einer Zeitersparnis von fünf
Minuten pro Auftrag in der Vorstufe aus. Im Drucksaal erhöhen
zuverlässige Daten die Produktionssicherheit und vermeiden
damit Maschinenstopps. Durch die Übernahme der Daten aus der
Vorstufe und Prinect Prinance reduziert sich die Einrichtezeit
erheblich. Auch die Makulatur ging durch die Nutzung von
Farbvoreinstelldaten um bis zu fünf Prozent zurück. In
der Auftragskalkulation können Mitarbeiter der Vorstufe einen
Auftrag mit Prinect Prinance vorab an verschiedenen Maschinen
kalkulieren, bevor sie über den tatsächlichen
Produktionsweg entscheiden und diesen im System anlegen. Die
automatische Nachkalkulation mithilfe der Produktionsdaten
berechnet die Effizienz eines Auftrags. "Frei gewordene
Kapazitäten haben wir komplett für zusätzliche
Aufträge genutzt - ein gelungenes Beispiel dafür, dass
höhere Produktivität eben nicht automatisch
Arbeitsplatzverluste bedeutet."