Rödeln, radeln und reisen
Stimmt es, dass Sie ursprünglich als Forscherin arbeiten
wollten?
Ja, das war mein Traum. Deshalb habe ich auch Chemie studiert
und mich dann auf Printindustrie und Polygrafie spezialisiert. Aber
es ist sehr schwer, in der Wissenschaft Fuß zu fassen, weil es
nur wenige Ressourcen und freie Stellen in der Slowakei gibt.
Außerdem wurde mir nach dem Studium klar, dass ein Job in der
Forschung zu eintönig für mich ist. Ich arbeite gerne
zusammen mit anderen Menschen und brauche ständig Abwechslung.
Also haben Sie sich bei i + i als Produktionsplanerin
beworben?
Nicht ganz. Ich habe mich zwar bei i +i vorgestellt und dabei
auch meine Qualifikationen und Kenntnisse nachgewiesen. Aber das
war nicht für einen bestimmten Job. Den hat mir i + i erst
kurz darauf angeboten, nachdem sie sich überlegt hatten, wie
sich mich einsetzen können.
Hat sich damit Ihr Wunsch nach einem abwechslungsreichen Job und
vielen Menschen erfüllt?
Auf jeden Fall. Bei mir ist kein Tag wieder andere. Ich bin
ständig im Kontakt mit dem Management, dem Vertrieb und den
Mitarbeiter in der Produktion, damit ich die 2.000 Aufträge,
die pro Jahr bei mir landen, bewältigen kann. Schön ist
auch, dass ich eigentlich immer neue Kunden kennenlerne.
Eintönigkeit und Langeweile kenne ich nicht.
2.000 Jobs pro Jahr ist ganz schön viel. Haben Sie da
überhaupt noch Freizeit?
Sehr wenig. Es gibt Zeiten, in denen ich mich fast
gleichzeitig um 80 Jobs kümmern muss. Da habe ich eine ganze
Menge Details im Kopf, die mich Tag und Nacht beschäftigen.
Wenn ich zu wenig Zeit habe, mache ich Yoga-Übungen. Etwa eine
Stunde reicht, um meine Batterien für den nächsten Tag
wieder aufzuladen. Die Wochenenden verbringe ich mit meinem Freund.
Zusammen mit unserem Hund machen wir Spaziergänge in nahe
gelegenen Gebirge oder fahren wir mit dem Cross Bike durchs
Gelände. Mein Freund nimmt sogar an Rennen teil. Ich mache das
aus reinem Spaß.
Was ist ihr größter Traum?
Ich würde gerne mehr von der Welt sehen und viel reisen.
Im Moment habe ich dafür zu wenig Zeit. Aber vielleicht ergibt
sich ja bald einmal die Gelegenheit. Dann würde ich mir sofort
meinen Freund schnappen, die Koffer packen und ganz weit wegfahren.
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