Großer Sprung für kleine Auflagen
Gerade bei kleinen Auflagen muss der Farbauftrag schnell, das
heißt ohne viel Makulatur hundertprozentig stimmen. Den
dafür notwendigen "Blitzstart" verschafft das
Anicolor Kurzfarbwerk von Heidelberg für die Speedmaster SM
52. Es sorgt für einen absolut präzisen Farbauftrag vom
ersten Bogen an und für rasante Jobwechsel. Anicolor macht
dadurch den Offsetdruck auch für Kleinstauflagen hoch
profitabel.
Kleine Auflagen und Offsetdruck? Ja, bitte! Für
Karl-Heinz Benatzky, Chef des Druckhauses Benatzky aus Hannover,
hat diese Auftragskonstellation ihre Brisanz verloren. Denn sein
Unternehmen hat dank Anicolor die Anlaufmakulatur, die gerade bei
kleinen Auflagen die Margen schmälert, auf ein Minimum
reduziert. Bei bestimmten Drucksujets sogar um bis zu 90 Prozent.
Auch die Rüstzeiten für die zahlreichen Jobwechsel sind
heute deutlich kürzer.
Margen erhöhen
Die Akzidenzdruckerei hat seit August 2006 bereits mehr als
eine Million Bogen auf einer Speedmaster SM 52-Vierfarben mit
Anicolor gedruckt. "Wir sind inzwischen auch bei Kleinauflagen
konkurrenzfähig, die wir früher nicht bedienen konnten.
Mit Hilfe von Anicolor können wir jetzt die Aufträge
unserer Kunden über die gesamte Produktbreite abdecken; dazu
zählen sowohl Großaufträge als auch Andrucke und
Kleinserien für vierfarbige Akzidenzen wie Broschüren
oder Einladungen", erläutert Benatzky. Ein Vorteil, den
auch die Kunden - namhafte Industrieunternehmen, Banken und
Dienstleister aus ganz Deutschland - durch eine gesteigerte
Loyalität honorieren. Denn sie profitieren nun vom Service aus
einer Hand. Und dies bei konstant hoher Qualität des
Offsetdrucks.
Einfach zu bedienen
Wer die Drucker bei ihrer Arbeit beobachtet, stellt schnell
fest: Auf Grund der schnellen Einfärbung des Kurzfarbwerks
müssen sie sich beim Jobwechsel richtig sputen, um
nachzukommen. Hier machen sich der Wegfall der zonalen
Farbeinstellungen sowie die einfache Bedienung bemerkbar, etwa beim
Reinigen und beim Farbwechsel. Ein Knopfdruck genügt, um die
Farbkammern mit Hilfe des halbautomatischen Handy-Fill-Systems zu
füllen. In der Summe spart die Automatisation rund 40 Prozent
Rüstzeit ein: "Nahmen früher das Einrichten der
Druckmaschine und das Drucken rund 70 Prozent der Zeit in Anspruch,
so brauchen wir heute die meiste Zeit für solche Arbeiten wie
das Waschen der Gummitücher oder das Bereitstellen der
Druckplatten", berichtet Benatzky.
Revolutionäre Technik
Von außen ist nicht sichtbar, welche ausgetüftelte
Technik im Druckwerk der Speedmaster SM 52-4 mit Anicolor steckt.
"Das Revolutionäre an Anicolor ist die Kombination von
einem Aniloxfarbwerk und einem Feuchtwerk zu einem Kurzfarbwerk,
das höchste Qualität im Offsetdruck liefert",
erklärt Stephan Schück, der zuständige
Produktmanager für Anicolor bei Heidelberg. Das zonenlose
Farbwerk arbeitet mit konstanten Farbmengen. Den
gleichmäßigen Übertrag eines exakt definierten
Farbvolumens stellt eine formatgroße Rasterwalze sicher (die
namengebende Anilox-Walze), die sich zwischen Farbkammer und
Farbauftragswalze befindet. Mit jeder Rotation färbt die
Auftragswalze den Druckzylinder flächendeckend ein und sorgt
so für ein schablonierfreies, absolut gleichmäßiges
Druckergebnis über die gesamte Auflage. Im Unterschied zu
anderen Anilox-Technologien erlaubt Anicolor die Verwendung
handelsüblicher Druckplatten. Mit den von Heidelberg für
Anicolor qualifizierten und angebotenen Farbserien können
zudem die Dichtewünsche für die unterschiedlichsten
Materialien abgedeckt werden.
Profitable Geschäftsmodelle
Um die Vorteile von Anicolor nutzen zu können, muss eine
Druckerei allerdings einige Voraussetzungen erfüllen.
"Anicolor eignet sich vor allem für Betriebe, die
über einen hohen Anteil standardisierter Jobs und Prozesse
verfügen. Denn ein Nachregeln der Farbzonen, beispielsweise
bei der Kundenabstimmung, ist nicht möglich",
erläutert Schück. So sollten für den Einsatz der
Anicolor-Maschine bereits in der Vorstufe sämtliche
Farbeinstellungen exakt abgestimmt und der Proof absolut
farbverbindlich sein. Für Druckereien, die Prinect nutzen, ist
dieses Farbmanagement schnell und problemlos realisierbar. Ideal
ist Anicolor auch bei Wiederholaufträgen sowie für
Druckereien, die Aufträge über einen Web-to-Print-Service
abwickeln.
"Die Standardisierung schreitet in allen
Bereichen - bei den Aufträgen, den Prozessen und
Consumables wie zum Beispiel Farben - voran. Lässt sich
dadurch doch die Wirtschaftlichkeit erhöhen. Je mehr diese
Entwicklung sich durchsetzt, desto mehr Maschinen werden
künftig mit einem Anicolor-Farbwerk ausgestattet sein. Denn
diese Technologie macht den Offsetdruck insgesamt
profitabler - und das gilt nicht nur für
Kleinauflagen!", ist Schück überzeugt.
Druckversion
Warum es sich lohnt, auf Anicolor umzusteigen
- Hohe Wirtschaftlichkeit auch bei kleinen
Auflagen
- Bis zu 90 Prozent weniger
Anlaufmakulatur
- 25 Prozent höhere
Druckkapazität
- Bis zu 40 Prozent kürzere
Rüstzeiten
- Einfache und komfortable Bedienung
- Zuverlässig höchste
Druckqualität bei standardisierten Druckprozessen
- Herkömmliche Druckplatten und
CtP-Systeme einsetzbar
- Integration in den Prinect Workflow
- Einfache Reproduzierbarkeit von
Aufträgen