Heidelberg Expertenrunde zur CeBIT 2003 betont das Zusammenspiel
von innovativer Printmedien-Technologie und Kreativität im
Marketing
"Die Bedeutung der Digitaldruck-
technologie liegt in der Re-Vitalisierung der Werbung".
Mit dieser Feststellung definiert Dr. Peter Haller, Gründer
und Inhaber der Agenturgruppe Serviceplan, München, das neue
Verhältnis von Kreation und Produktion in der Marken- und
Unternehmenskommunikation. Serviceplan ist nicht zuletzt durch das
profunde Produktions-Know-how und dem Einsatz vernetzter
Lösungskonzepte in der Kommunikation zur größten
unabhängigen Agenturgruppe Deutschlands geworden. Haller
pflichtete auf einem Expertengespräch in München der
These bei, dass Produktion heute die Kreation in der Werbung
inspiriere.
"Werbekreative sind oft noch ahnungslos", kontert Bruno
Stricker, Geschäftsführer von MSP Druck und Medien. Der
rheinland-pfälzische Erfolgs-Unternehmer legt bewusst den
Finger in die Wunde. Seiner Meinung nach wird die Rolle der
digitalen Drucktechnologie für vernetzte
Kommunikationsszenarien nicht systematisch genutzt. Den Grund sieht
Stricker darin: "Digitaldruckexperten werden selten von Anfang
an in Werbekonzeptionen einbezogen, um ihr Wissen um
Individualisierungs-
möglichkeiten im Druck und crossmediale
Printproduktionsmöglichkeiten auszuschöpfen".
Wolfgang Pfizenmaier, als Vorstand bei Heidelberger
Druckmaschinen für die Entwicklung digitaler Druckmaschinen
und Workflow-Lösungen verantwortlich, sieht die neue Technik
längst auf der Überholspur.
"Digitaldrucktechnologien sind Wachstumsbringer. Sie erlauben
neue Wertschöpfungsmöglichkeiten durch variables Drucken
(kurz VDP, variable data printing) und Print-on-Demand."
Pfizenmaier folgt der Maßgabe, Kosten senken zu können
bei gleichzeitiger Steigerung der Kommunikationseffizienz. Die
Einstiegsgröße für Dienstleister im VDP setzt der
Heidelberg Manager bei rund 200.000 Euro an, eine
Investitionsgröße, die schon bei einer durchschnittlichen
Auftragsauslastung und gering kalkulierten Margen von 1 bis 2 Cent
pro Druck finanzierbar ist.
"Bei der Auftragsbeschaffung liegt derzeit noch eine
Einstiegs-Hürde, da wir den Markt für die Kommunikation
mit digital gedruckten Printmedien erst entwickeln
müssen", ergänzt Pfizenmaiers Kollege Holger
Reichardt, Vorstand Marketing, Vertrieb und Service. Die
Qualität der Daten müsse stimmen, so Reichardt, wenn man
mit individualisierten Profilen die Interessenlage der Konsumenten
treffen wolle. "Zum Turboeffekt für den Erfolg mit
Digitaldruck werden zwei Aspekte: 1. Schnittstellen zu den
Vertriebsprozessen und 2. das richtige Bewusstsein für Assets
wie Kundenkenntnis", erläutert der Heidelberg
Marketingfachmann.
Britta Seifert, Leiterin Marktkommunikation bei Thomas Cook,
kann die CeBIT 2003 nutzen, um die Marktkommunikation des
Reiseveranstalters zu optimieren. In Kooperation mit Heidelberger
Druckmaschinen wird auf dem Heidelberg Messestand eine neuartige
Anwendung aufgezeigt: interaktive Fernsehspots werden kombiniert
mit individualisiert gedruckten Besucherinformationen.
"Innovationen sind für die Reisebranche
überlebenswichtig. Der Wunsch nach Individualisierung
wächst mit dem Ausbau der Ansprüche", erläutert
die Kommunikationsexpertin. Entscheidend sei eine Verbesserung bei
den Selektionsmöglichkeiten in der Angebotsvielfalt für
den Konsumenten. Gleichzeitig müssten für die Anbieter
die Kosten konstant bleiben.
Printmedien werden durch die Digitalisierung im Druck als
Marketing-Instrument gestärkt. Wachstumsmöglichkeiten
sieht die Münchner Expertenrunde vor allem im Dialogmarketing,
in der Verkaufsförderung und bei Verlagsprodukten.
Überall dort, wo Massenkommunikation mit
Individualisierungsmöglichkeiten versehen werden muss, bieten
sich hohe Potenziale. Wesentlich sei auch, die Synergien bei den
Drucktechnologieverfahren besser auszuschöpfen, etwa durch
Hybridproduktion mit Offset- und Digitaldruck. Der in der
Kommunikationsbranche geforderte Medien-Mix kann durch die
Digitalisierung im Druck auf einen geeigneten Technologie-Mix
zugreifen.
CeBIT Showcase von Heidelberg und Thomas Cook Print wird ein
wichtiger Kundengewinnungs- und Kundenbindungsfaktor, wie
Heidelberg gemeinsam mit dem Touristik-Konzern Thomas Cook
demonstriert. Am Messestand von Heidelberg werden mehrere
Fernsehmonitore installiert sein, auf denen der aktuelle Thomas
Cook Reisen Fernsehwerbespot läuft. Der Messebesucher kann
über einen Info-Button und ein Fernbedienungselement jederzeit
den Spot unterbrechen und individuelle, detaillierte Informationen
der jeweiligen Destination erhalten. Diese Informationen werden
anschließend gedruckt und dem Interessenten zugesandt. Die
Angebote gliedern sich dabei in die vier Thomas Cook Welten:
- Entspannt relaxen
- Aktiv erleben
- Exklusiv genießen
- Kultiviert entdecken
Durch die vom Interessenten eingegebenen Daten, erhalten die
Unternehmen wiederum Informationen und Profile von den Kunden, die
eine hervorragende Grundlage für CRM-Aktivitäten bieten.
Alle Angebote sind tatsächlich buchbare und hochwertige Thomas
Cook Reisen. Es wird darüber hinaus ein Gewinnspiel rund ums
Thema Reisen geben. Die Druckproduktionen laufen gleichzeitig auf
allen gezeigten Heidelberg Systemen: NexPress 2100. Hier wird ein
individualisiertes Angebot der vom Kunden ausgewählten
Destination aus der jeweiligen Kategorie in Farbe gedruckt. Preise
und Leistungen werden ebenfalls ausgewiesen. Ebenso das
nächstgelegne Reisebüro, über das sich die
gewählte Reise buchen lässt.
Digimaster 9110. Hier wird ein personalisierter Travelguide
für die gewählte Destination gedruckt.
Quickmaster 46 DI-Pro. Druckt einen CeBIT Special Flyer mit
aktuellen Thomas Cook Angeboten unterteilt in die obengenannten
Kategorien und auf bestimmt Zielgruppen zugeschnitten (nicht
personalisiert). Außerdem werden hier noch Postparten mit
Motiven aus den Destinationen gedruckt.
Bild:
Auf der Heidelberg Pressekonferenz zur CeBIT
diskutierten auf dem Podium Dr. Peter Haller, Agenturgruppe
Serviceplan, Wolfgang Pfizenmaier, Vorstand Digital, Holger
Reichardt, Vorstand Marketing, Vertrieb und Service, Andreas Weber,
global communication GmbH, Britta Seifert, Leiterin
Marktkommunikation Thomas Cook, und Bruno Stricker, MSP Druck und
Medien (von links nach rechts) zu dem Thema Individualisierung von
Publikumsmedien.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Unternehmenskommunikation
Matthias Hartung
Tel.: +49 (0)6221 92 50 77
Fax: +49 (0)6221 92 50 46
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matthias.hartung@heidelberg.com