Die Druckerei Precision Colour Printing im mittelenglischen Telford
wird als erstes Unternehmen der Welt eine lange Wendemaschine
Speedmaster SM 102-Zehnfarben installieren, die mit Prinect Inpress
Control ausgestattet ist. Prinect Inpress Control ist ein
spektralfotometrisches Inline-Messsystem, das bei laufender
Maschine über die gesamte Auflage hinweg automatisch Farbe und
Passer misst und regelt. Die Heidelberger Druckmaschinen AG
(Heidelberg) wird die Maschine im Juli dieses Jahres an die
Druckerei ausliefern. Die lange Wendemaschine wird eine
Fünffarbenmaschine eines japanischen Herstellers ersetzen, die
rund um die Uhr gelaufen ist, um im Jahr 20 Millionen Bogen zu
produzieren. Die neue Speedmaster SM 102 hat nicht nur doppelt so
viele Druckwerke, was eine Produktion in einem Durchgang
ermöglicht, sondern sorgt auch für einen Quantensprung
beim Output: Die Druckerei wird künftig dasselbe Volumen mit
einem 12-Stunden-Betrieb pro Tag erzielen können. Bedient wird
die Maschine von einer Vollzeitkraft und einem für mehrere
Maschinen zuständigen Assistenten.
"Die Speedmaster SM 102-Zehnfarben wird uns helfen, unsere
Gemeinkosten zu senken und unseren Gewinn zu steigern",
erklärt Alex Evans, Geschäftsführer von Precision
Colour Printing. "Wir werden die Maschine hauptsächlich
für hochvolumige Umschläge und kleinauflagige
Zeitschriften mit 5.000 bis 8.000 Exemplaren einsetzen, bei denen
die Grammaturen meist zwischen 80 und 100 g/m² liegen,
gelegentlich aber auch mal von 65 bis 130 g/m² reichen
können", so Evans weiter. "Pro Schicht drucken wir
ungefähr drei mehrteilige Zeitschriften, das heißt, 25
Mal Einrichten in 24 Stunden ist bei uns recht normal. Mit Prinect
Inpress Control können wir schneller mit dem Druck loslegen
und erhalten zudem während der gesamten Auflage Berichte
über die Farbregelung. Dadurch entfällt die Notwendigkeit
für Kontrollen, was unseren Verlagskunden Zeit und Geld
spart", beschreibt Evans seine Erwartungshaltung.
Prinect Inpress Control verkürzt die Rüstzeiten,
reduziert die Makulatur und sichert die Qualität
Precision Colour Printing gehört zur Claverly Group,
einem Konzern für Zeitungs- und Akzidenzdruck sowie
Verlagssoftware. Die von der Claverly Group verlegten
Tageszeitungen "Wolverhampton Express & Star" und "Shropshire
Star" waren die ersten Zeitungen in Großbritannien, die in den
1960er-Jahren ein computerisiertes Kleinanzeigensystem
einführten. Daraus ergab sich dann später die
Gründung einer eigenen Softwarefirma, kombiniert mit dem
Besitz von Einzelhandelsgeschäften.
Precision Colour Printing ist die Akzidenzdrucksparte des
Konzerns: Der Betrieb hat sich auf
Business-to-Business-Zeitschriften spezialisiert und ist in erster
Linie für Print-Management- und Direct-Mail-Firmen tätig,
wickelt aber auch Aufträge für den Tourismus- und
Freizeitbereich, den öffentlichen Sektor und für
Zeitungen ab. Die Druckerei erwirtschaftet allein einen Umsatz von
32 Millionen Pfund und beschäftigt 270 Mitarbeiter.
Alex Evans vergleicht seine Druckmaschinen gern mit einer
"bunten Bonbonmischung" - es gibt kaum eine Marke, die hier nicht
vertreten ist. "Kosten, Chancen zum jeweiligen Zeitpunkt,
Verfügbarkeit, Marktnachfrage, Flexibilität: Diese
Faktoren waren für die einzelnen Kaufentscheidungen
maßgeblich. Wir sehen uns immer unsere Anforderungen innerhalb
des aktuellen Verkaufsportfolios an und überlegen, was noch
weiterentwickelt werden könnte. Auch haben Serviceniveau,
präventiver Support, Stabilität der Partner und
Möglichkeiten für den Aufbau einer langfristigen
Partnerschaft Einfluss auf unsere Entscheidung", erklärt er.
"Heidelberg war für uns die richtige Wahl - als
beständiger Marktführer mit einer bewährten
Druckmaschine, die von anderen Nutzern bescheinigt bekommt, dass
sie das leistet, was außen draufsteht", so Evans weiter.
Im Vorfeld der Installation nehmen die künftigen
Bediener derzeit an Farbschulungen in den Heidelberg
Ausstellungsräumen im englischen Tamworth teil. Die Bediener
freuen sich über die neue Investition in ihre Abteilung und
auf eine Druckmaschine, bei der die Farbregelung ganz einfach ist.
Zudem werden sie in den Genuss guter Arbeitsbe¬dingungen
kommen, da die Speedmaster SM 102 mit wassergekühlten
Peripherie¬systemen ausgestattet ist und so ein
standardisiertes Arbeitsumfeld schafft. Die Abwärme wird im
Sommer aus dem Gebäude hinausgeleitet und im Winter zur
Beheizung anderer Gebäudeteile verwendet. Das spart Energie.
Das Unternehmen ist schon jetzt nach der Qualitätsnorm
ISO 9001, der Umweltnorm ISO 14001 und PEFC zertifiziert, hofft
aber, in den nächsten 18 Monaten auch noch die Zertifizierung
in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit (ISO 19001) und
Farbstandardisierung (ISO 12647) zu erlangen.
"In bestimmten Sektoren wird die ISO-12647-Zertifizierung
langsam unumgänglich, wenn man Aufträge bekommen will.
Mit Prinect Inpress Control brauchen wir die Druck-maschine nicht
mehr anzuhalten, um Probebogen zu ziehen. Wir werden somit die
Rüst-zeiten verkürzen, die Makulatur reduzieren, die
Produktion maximieren und können zudem am Ende jedes Auftrags
Farbberichte liefern", bestätigt Alex Evans.
"Wir sind sehr stolz auf die Sauberkeit unseres
Betriebs in Telford, und wir mögen die Ästhetik der neuen
Maschine. Sie ist nicht nur aus geschäftlicher Sicht ein
logischer Kauf, sondern passt auch vom Aussehen her. Natürlich
hatten wir uns auch die Speedmaster XL 105 angesehen, aber die
wäre für unsere Anforderungen ein Overkill gewesen."
Bild:
Die Speedmaster SM 102 - hier als Zehnfarbenmaschine - ist
der Benchmark für "One-Pass-Productivity".
Bild:
Alex Evans, Geschäftsführer von Precision Colour
Printing, will mit der Speedmaster SM 102-Zehnfarben seine
Gemeinkosten senken und seinen Gewinn steigern.
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