Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG
anläßlich der Bilanzpressekonferenz am 8. Juni 2004
Es gilt das gesprochene Wort
Begrüßung
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
das Geschäftsjahr 2003/2004 der Heidelberger
Druckmaschinen AG vom 1.4.2003 bis 31.3.2004 markiert die
Trendwende und hat zudem einen historischen Stellenwert für
das Unternehmen:
- Wir verzeichneten aufgrund der schwachen Branchenkonjunktur,
gerade Anfang 2003, weitere - wenn auch erwartete - Umsatz-
rückgänge.
- Wir haben auf die veränderten Marktumstände
konsequent und zügig reagiert und die wohl umfangreichste
Neuausrichtung der Heidelberg Gruppe in den vergangenen zehn
Jahren eingeleitet und jetzt abgeschlossen:
Wir konzentrieren uns auf das Geschäftsfeld
Bogenoffsetdruck und die dazugehörigen Prozessschritte und
Dienstleistungen.
- Wir haben in diesen Bereichen unser komplettes Produkt- und
Lösungsangebot überarbeitet, erneuert und erfolgreich
auf der drupa im Mai 2004 in Düsseldorf vorgestellt.
- Wir haben unseren weltweit geplanten Stellenabbau weitgehend
abgeschlossen und durch die Senkung der Fixkosten ein
Kostenniveau erreicht, das uns künftig Schritt um Schritt
wieder auf ein marktgerechtes Ertragsniveau bringen wird.
- Wir haben durch die eingeleiteten Maßnahmen die
Voraussetzungen geschaffen, das Vertrauen des Kapitalmarktes in
Heidelberg weiter zu stärken. Während der drupa hat RWE
seine Heidelberg Beteiligung über den Kapitalmarkt
veräußert. Dies erhöht unseren Streubesitz auf
rund 57 Prozent, was die Aktie liquider und damit attraktiver
macht.
Die Heidelberg Ziele für die nächsten 24 Monate
heißen nach wie vor:
- Marktanteile halten und ausweiten
- Kosten weiter konsequent senken
- Innovationsführerschaft ausbauen
- Ertragskraft verbessern.
Meine Damen und Herren,
Heidelberg hat bewegte Zeiten hinter sich, fühlt sich
für die Zukunft aber gut gerüstet. Die Frage ist nun, wie
schätzen wir das Umfeld ein, das maßgeblichen Einfluss
auf unser künftiges Geschäft haben wird? Halten die
Prognosen Stand? Kommt der konjunkturelle Aufschwung? Steigen die
Werbeetats der Kunden unserer Kunden? Verbessert sich die
Zuversicht der Drucker in ihr Geschäft nachhaltig? Steigt die
Investitionsneigung dauerhaft?
Konjunkturerwartungen allgemein - Weltwirtschaft wird weiter
wachsen
Weltweit gehen wir in diesem Jahr von einer Verbesserung
des Konjunk- turklimas und der wirtschaftlichen Lage aus. Der
globale wirtschaftliche Aufschwung wird sich nach Meinung der
meinungsprägenden internatio- nalen Institute im laufenden
Jahr fortsetzen. Insgesamt wird ein Wachstum von vier bis fünf
Prozent prognostiziert.
In den USA wird die konjunkturelle Erholung weitergehen. Die
Wachstumserwartungen liegen hier bei 4,6 Prozent, allerdings stark
konsumgetrieben.
Im laufenden Jahr erwarten wir, dass der Konjunkturaufschwung
auch auf Europa übergreifen wird, das bisher in der
Entwicklung hinterher- hinkte. Dennoch werden die Wachstumsraten
moderat bleiben. Wir gehen von einem Zuwachs von insgesamt 2,1
Prozent aus. Deutschland wird hierbei unterhalb dieser Marke
gesehen, England, Frankreich laufen dagegen etwas besser. Osteuropa
wird nahezu unverändert weiter- wachsen.
Asien wird auch im laufenden Jahr wieder
überdurchschnittlich wachsen. Besonders China wird dazu
beitragen, für das ein Zuwachs von 9,6 Prozent vorausgesagt
wird.
Auswirkungen auf unsere Branche - erste positive Anzeichen
Nach drei Jahren starker Investitionszurückhaltung und
einer Phase der Konsolidierung in unserer Branche spüren wir,
dass die Nachfrage nach Drucklösungen von einem niedrigen
Niveau aufgrund der günstigeren Rahmenbedingungen anzieht.
Aufhellende Tendenzen sind klar erkennbar: Unter anderem ist
das Geschäftsklima der Druckindustrie bereits seit Anfang des
letzten Geschäftsjahres in wichtigen Industrieländern
freundlicher geworden - etwa in USA und Deutschland. Die
Kapazitätsauslastung der Druckereien steigt hier bei
unbefriedigenden Preisen langsam an.
So hat sich das Geschäftsklima unter den deutschen
Druckern gerade im ersten Quartal des Kalenderjahres 2004
verbessert. Auch wenn von Monat zu Monat einige Schwankungen zu
erkennen waren, zeigt der Trend eher aufwärts. Zudem wird
für den Einkauf von Drucksachen eine Steigerung
prognostiziert.
In den USA steigt seit Anfang 2004 das Volumen an Drucksachen
erstmals seit dem Jahr 2000 wieder, und zwar um knapp vier Prozent.
In den Schwellenländern mit ihrer hohen Marktdynamik
entstehen neue Druckereien. So sehen wir gerade in Asien und
Osteuropa nach wie vor eine starke Nachfrage nach Printprodukten,
von der unsere Branche weiterhin profitieren wird. In China wollen
wir bspw. jährlich um rund zehn Prozent wachsen.
Fazit: Alles in allem verbessern sich also die Bedingungen
der Printmedien-Industrie. Wir gehen davon aus, dass wir in unserer
Branche eine Trendumkehr erreicht haben. Die Talsohle ist
durchschritten.
Es scheint langsam aufwärts zu gehen, voraussichtlich
stabilisiert im zweiten Habjahr 2004.
Für die Druckmaschinenindustrie wie für Heidelberg
ist eine Marktentwick- lung allerdings erst nachhaltig und
belastbar, sobald sie zwei bis drei Quartale hintereinander
Wachstum aufweist. Dies liegt jedoch noch vor uns.
Bevor wir weiter über die Zukunft sprechen, möchte
ich kurz auf die wesentlichen Entwicklungen und Eckdaten des
vergangenen Geschäftsjahres eingehen. Herr Dr. Meyer wird
Ihnen später den Jahresabschluss 2003/2004 noch im Detail
erläutern.
Heidelberg Geschäftsverlauf 2003/2004 - Belebung nach
schwachem Start
War 2002/2003 ein schwieriges Jahr, dann war das letzte
Geschäftsjahr 2003/2004 ein sehr schwieriges Jahr.
Der Geschäftsverlauf 2003/2004 war vor allem
wechselhaft. Bei Umsatz und Auftragseingang verlief das zweite
Halbjahr wesentlich besser als die ersten zwei Quartale.
Der Umsatz entwickelte sich von fünf Milliarden Euro
2001/2002 über 4,1 Milliarden in 2002/2003 auf 3,6 Milliarden
Euro 2003/2004. Ein Rückgang von rund 30 Prozent in drei
Jahren. Mit einem Umsatzrückgang von 11 Prozent in Vergleich
zum Vorjahr lagen wir auf dem erwarteten Niveau.
Diese Eckdaten allein zeigen schon, welche Rosskur die
Branche und damit auch Heidelberg erlebt hat.
Erfreulich entwickelte sich der Auftragseingang am Ende des
Geschäfts- jahres, der sich auf einem relativ guten Niveau
eingependelt hat. Im vierten Quartal betrug der Auftragseingang
rund eine Milliarde Euro und wird dazu beitragen, den
künftigen Umsatz zu stabilisieren.
Unsere Kostensenkungsmaßnahmen greifen, wie der
Personalabbau und die Absenkung der Infrastrukturkosten ausweisen.
Das Ziel - von März 2002 bis Ende März 2004 -
insgesamt 3.200 Mitarbeiter abzubauen, ist erreicht worden. Von den
280 Millionen Euro angestrebter Kostenverbesserung sind per
31.3.2004 rund 240 Millionen gehoben.
Beim operativen Ergebnis haben wir unsere Prognose mit einem
Plus von 20 Millionen Euro leicht übertroffen. Vor allem in
unseren Kerngeschäfts- bereichen sind wir nach wie vor
profitabel.
Im Zusammenhang mit unserer Neuausrichtung haben wir
Portfolio- bereinigungen vorgenommen.
Der Anfang März abgeschlossene Vertrag mit Eastman Kodak
Co. zur Veräußerung unserer Digitaldrucksparte wurde zum
1.5.2004 wirksam.
Der Vertrag mit Goss International zur Übertragung der
Sparte Web Systems ist unterschriftsreif und soll nach Unterschrift
und Zustimmung einzelner Kartellbehörden in den nächsten
Wochen wirksam werden.
Die Transaktion mit Goss umfasst bei Heidelberg die
Geschäftsfelder Commercial Web, Zeitungsdruckmaschinen sowie
in den USA Weiterverarbeitungsanlagen für
Rollendruckmaschinen. Heidelberg wird an Goss International mit 15
Prozent beteiligt sein.
Mit dieser Vereinbarung haben wir aktiv einen wichtigen
Schritt zur Konsolidierung der Branche in diesem Marktsegment
vollzogen. Die Reaktionen der Kunden während der drupa zu
dieser Neukonstellation waren durchgängig positiv.
All diese Maßnahmen führten zu hohen
Einmalbelastungen von insgesamt 569 Millionen Euro im abgelaufenen
Geschäftsjahr, stellen aber sicher, dass bereits mit Beginn
des laufenden Geschäftsjahres an die Ertragskraft des Konzerns
durch die Neuausrichtung gesteigert wird.
Meine Damen und Herren,
Heidelberg richtet seine Dividendenpolitik am
Unternehmensergebnis aus und hat seinen Aktionären in der
Vergangenheit in der Regel eine attraktive Ausschüttung
auszahlen können.
Aufgrund der negativen Ergebnissituation werden Vorstand und
Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung am 21. Juli 2004
vorschlagen, für das Berichtsjahr keine Dividende
auszuschütten.
Unser Ziel ist es, mit allen unseren ergriffenen
Maßnahmen sowie der Neuausrichtung Schritt für Schritt an
die alte Ertragskraft der Heidelberg Gruppe wieder
anzuknüpfen, um somit in Zukunft wieder eine attraktive
Rendite für unsere Aktionäre zu erzielen.
Ausblick auf laufende Geschäftsjahr 2004/2005 - Ergebnis
wird deutlich besser
Meine Damen und Herren,
soweit zum Geschäftsjahr 2003/2004.
Sind wir jetzt über den Berg?
Es scheint so.
Im laufenden Geschäftsjahr 2004/2005 gehen wir davon
aus, dass sich die verbesserten Rahmenbedingungen bei unserer
Geschäftsentwicklung bemerkbar machen werden.
Insgesamt streben wir im laufenden Jahr - auf vergleichbarer
Basis, also ohne die Sparten Digital und Web Systems - einen
Umsatzanstieg von mindestens fünf Prozent gegenüber dem
Vorjahr an.
Da wir in den Regionen mit hohem Wachstum kundennah
aufgestellt sind, werden wir stärker als unsere Mitbewerber
von der Dynamik der Schwellenländer profitieren. Der
Umsatzanteil dieser Regionen wird weiterhin ansteigen.
Die Fixkosten der Heidelberg Gruppe haben wir nachhaltig und
stark gesenkt - davon werden wir im laufenden Geschäftsjahr
klar profitieren: Wir können flexibeler auf Schwankungen des
Auftragseingangs reagieren und haben so das Potenzial für die
Verbesserung des Betriebsergebnis- ses geschaffen: Die
Break-even-Schwelle ist deutlich niedriger als zuvor.
Allerdings werden das laufende Quartal und das laufende
Geschäftsjahr durch die Kosten der drupa und die Kosten der
zahlreichen Markteinführungen unserer Produktinnovationen
beeinflusst sein.
Trotzdem gehen wir beim Ergebnis nach Steuern für das
Gesamtge- schäftsjahr von einer erheblichen Verbesserung
gegenüber dem Vorjahr aus; diese wird sich neben den
Umsatzverbesserungen vor allem durch die Entkonsolidierung der
Verlustbereiche Digital und Web Systems und aus der Reduzierung der
Strukturkosten in der Heidelberg Gruppe ergeben.
Unser Ziel ist es, für das laufende Jahr - ohne die
Bereiche Digital und Web Systems - eine operative Umsatzrendite
zwischen vier und fünf Prozent zu erreichen.
Insgesamt gehen wir davon aus, dass wir einen
Jahresüberschuss mindestens im mittleren zweistelligen
Millionen-Euro-Bereich erzielen werden.
Weiterhin hohe Forschungs- und Entwicklungs-Quote
Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben werden auch im
Geschäfts- jahr 2004/05 auf vergleichbar hohem Niveau bleiben,
geplant ist eine F&E-Quote von etwa sechs Prozent.
Über verbessertes Management der Produktlebenszyklen
werden wir die Effizienz und Produktivität unserer Forschung
und Entwicklung weiter erhöhen.
Wir werden weiter daran arbeiten, unsere Lösungen noch
genauer auf den individuellen Bedarf der Kunden zuschneiden zu
können; unsere modulare Vorgehensweise verschafft uns dabei
erhebliche Vorteile.
Das Augenmerk unserer Kunden liegt spätestens seit der
drupa 2004 auf der Verbesserung des Workflows. Gerade im Bereich
der Druckvorstufe werden wir hier für weitere Optimierung
sorgen. Unsere Kunden können mit unseren Lösungen eine
bis zu 30 Prozent verbesserte Nettoproduktivi- tät und damit
eine höhere Rendite erzielen.
Neue Strategie greift
Wie wollen wir die gesteckten Ziele für Umsatz und
Ergebnis von Heidelberg erreichen?
Alle Maßnahmen der Produkt- und Investitionspolitik
werden nachhaltig zur Steigerung des Unternehmenswertes beitragen.
Im vergangenen Berichtsjahr haben wir insoweit unsere Strategie den
veränderten Bedingungen auf den Printmedien-Märkten
angepasst. Als Weltmarktführer sind wir der Partner der
Printmedien-Industrie.
Wir konzentrieren uns auf den Bogenoffsetdruck, wo wir mit
unseren Produkten weltweit die Nummer eins sind, und
verstärken unsere Angebote im Verpackungs- und Etikettendruck.
Bogenoffset umfasst für uns die gesamte Prozesskette von den
Bogenoffset-Druckmaschinen inklusive der Vorstufe, der
Weiterverarbeitung und inklusive Workflow und Service. In diesem
Geschäftsfeld sind wir auch vertriebsseitig international sehr
wettbewerbsfähig aufgestellt und bieten unseren Kunden in den
verschiedensten Marktsegmenten ein breites, integriertes Angebot an
Lösungen zur Steigerung ihrer Nettoproduktivität.
Wir haben die Heidelberg Gruppe nicht mehr divisional,
sondern funktional und damit wesentlich schlanker als bisher
aufgestellt. Wir agieren jetzt als integrierte und funktionale
Organisation.
Unsere strategischen Wettbewerbsvorteile werden wir
konsequent weiter ausbauen:
Wir sind im Markt als Anbieter von Lösungen bekannt, die
passgenau auf die Bedürfnisse der Printmedien-Industrie
zugeschnitten sind. Unseren Lösungsanbieteransatz verfolgen
wir mit Nachdruck weiter.
Wir verfügen weltweit bereits über das beste und
dichteste Service- und Vertriebsnetz der Branche. In Regionen mit
Emerging Markets, die hohes Wachstum im Printbereich versprechen,
verstärken wir unsere Präsenz.
Vom Angebot unserer Mitbewerber grenzen wir uns durch unsere
integrierte Lösungsanbieterstrategie klar ab.
Mit unserer neuen Bogenoffsetdruckmaschine im Premiumbereich
Speedmaster XL 105 werden wir uns neue Märkte
erschließen; ihr größeres Format ist speziell auf
den wachstumsstarken, hochindustriellen Verpackungsdruck
ausgerichtet. Für die Weiterverarbeitung bieten wir in diesem
Bereich innovative, attraktive und integrierte Lösungen. Die
Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb für den
Verpackungsdruck werden wir im laufenden Geschäftsjahr
konsequent weiter ausbauen.
drupa bestätigt Neuausrichtung
Dass unsere neue Strategie passgenau auf unsere Kunden
zugeschnitten ist, haben wir zuletzt auf der drupa über
Kundenbefragungen abgesichert. Unsere Kunden haben das neue
Heidelberg Konzept mit Interesse und einem höher als
erwarteten Auftragseingang honoriert und uns so erneut
bestärkt, auf diesem Weg weiterzugehen.
Insgesamt konnten wir bis Messeschluss Auftragseingänge
im Wert von rund eine Milliarde Euro erzielen und sind somit
hoffnungsvoll ins neue Geschäftsjahr gestartet.
Dieser hohe Auftragseingang hat einen positiven Effekt auf
unsere Kapazitätsauslastung:
Wir sind erstmals seit fast drei Jahren zur
Normalbeschäftigung von 35 Stunden pro Woche an allen
deutschen Standorten zurückgekehrt. Das heißt, dass an
keinem Standort mehr Kurzarbeit oder eine Absenkung der Arbeitszeit
im Rahmen der Beschäftigungssicherung erforderlich ist.
An einigen Standorten werden wir mögliche
Auslastungsspitzen über unser - mit den
Arbeitnehmervertretungen neu vereinbarten - Flexibilisie-
rungsmodell abfangen. Vereinzelte Neueinstellungen wird es an den
Standorten Ludwigsburg und Mönchengladbach geben.
Für die für sechs Monate befristet
übernommenen Auszubildenden an den Standorten Wiesloch und
Heidelberg gilt, dass diese in der Regel für weitere
zwölf Monate befristet weiterbeschäftigt werden, um dann
zu entscheiden, ob eine Übernahme wirtschaftlich machbar ist.
Das Programm zur Vermögensbeteiligung der Mitarbeiter in
Deutschland für das laufende Geschäftsjahr wurde erneut
vereinbart.
Meine Damen und Herren,
unsere Kunden anerkennen, dass wir in den vergangenen
Geschäfts- jahren für sie in hohe Vorleistungen getreten
sind.
Wir haben gerade im vergangenen Geschäftsjahr trotz
Konjunkturflaute unverändert und auf einem hohen Niveau
marktführend in neue Produkte und Technologien investiert.
Heidelberg zeigte auf der drupa 2004 rund 30 Prozent mehr
Innovationen als im Boomjahr 2000.
Wir stellten unseren 240.000 Kunden im Bereich
Bogenoffsetdruck mehr technologische Innovationen und
Produkterneuerungen als jemals zuvor in unserer
Unternehmensgeschichte vor.
Wir zeigten 50 Neuerungen in unseren Kernbereichen der
Druckvorstufe, dem Offsetdruck und in der Druckweiterverarbeitung
sowie den dazugehörigen Service und Dienstleistungen wie Aus-
und Weiterbildung.
Im Mittelpunkt der Messe wie auch bei Heidelberg stand unter
anderen der Workflow. Das Heidelberg Workflowsystem Prinect
ermöglicht die "vernetzte" Druckerei und bringt im
Zusammenspiel mit den neuen Produkten ein Einsparungspotenzial von
etwa 30 Prozent für unsere Kunden.
Lassen Sie mich zum Abschluss noch eine rückblickende
und vergleichende Anmerkung zu unserer neuen strategischen
Ausrichtung machen. Was auf den ersten Blick wie eine
"Rückkehr" ausgesehen haben mag, ist für uns
und damit für unsere Kunden ein überschaubarer,
berechenbarer und verlässlicher Schritt in eine gute Zukunft.
Ich habe in den Analen der drupa-Historie nachgeblättert
und bin dabei auf unseren Auftritt von 1995 gestoßen. Damals
galten wir als das Bogenoffset-Unternehmen. Dies sind wir im Kern
natürlich immer geblieben - nur mit einem entscheidenden
Unterschied: wir sind heute in der Lage, Prozesse entlang der
Wertschöpfungskette Bogenoffset untereinander nicht nur
abzustimmen, sondern zu vernetzen und zu optimieren. Dies hebt uns
vom Wettbewerb ab. Das haben wir unseren Kunden auf der drupa
praktisch vorgerechnet und bewiesen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Nunmehr übergebe ich das Wort an meinen Kollegen Dr.
Herbert Meyer, der den Jahresabschluss 2003/2004 im Detail
vorstellen wird.