Sprache spielend lernen - Unternehmen erarbeitet mit
Erzieherinnen und Lehrkräften Arbeitsgrundlagen für
Sprachförderungsprojekt
Rund ein Dutzend Erzieherinnen und Lehrkräfte nahm
vor kurzem am Workshop "Sprache spielend lernen" bei der
Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) am Standort
Wiesloch-Walldorf teil. Der Workshop bildete den Auftakt zu einem
Sprachförderungsprojekt, mit dem Heidelberg zusammen mit der
Pädagogischen Hochschule Heidelberg Kinder im
Kindertagesstätten- und Kindergartenalter spielerisch an
Schrift und Sprache heranführen will.
Nach der Begrüßung durch Werner Bader, Leiter
Berufliche Bildung bei Heidelberg, und einer Einführung in das
Thema durch Dr. Christian Efing, Sprachwissenschaftler an der
Pädagogischen Hochschule Heidelberg, folgte ein Theorieteil,
in dem wissenschaftliche Hintergründe dargelegt und diskutiert
wurden. Im anschließenden Praxisteil wurden die theoretischen
Grundlagen in Gruppenarbeit umgesetzt: Materialkunde und
-erfahrungen sowie Druckexperimente lieferten weitere Projektideen
und Konkretisierungen der Projektinhalte. Die Anregungen und
Erfahrungen der Workshopteilnehmer konnten so direkt in das
Projekthandbuch einfließen.
"Dieser Projektauftakt war ein voller Erfolg: Alle
Beteiligten hatten nicht nur großen Spaß dabei, sondern
konnten durch die praktischen Übungen und Druckversuche die
Inhalte auch ganz konkret erleben und umsetzen. Genau so werden es
die Kinder bei der Realisierung in den Kindertagesstätten und
-gärten erleben", resümiert Werner Bader von Heidelberg.
"Wie wichtig es ist, mit der Sprachförderung von Kindern
bereits so früh wie möglich zu beginnen, haben uns die
Ergebnisse unterschiedlichster Studien und die aktuellen
gesellschaftspolitischen Diskussionen zu genüge gezeigt. Mit
der Pädagogischen Hochschule Heidelberg haben wir den
optimalen Partner für dieses Projekt".
"Es geht uns bei dem Projekt nicht darum, Grundschulbildung -
das Erlernen von Lesen und Schreiben - zu ersetzen oder
vorwegzunehmen. Die Kinder sollen in spielerischer und ihrem Alter
angemessener Art und Weise an Sprache und Schriftkultur
herangeführt werden. Der erfolgreiche Spracherwerb in der
Schule ist in einem hohen Maße von den so genannten
Vorläuferfähigkeiten abhängig. Und genau hier setzen
wir an", erläutert Dr. Efing die Zielsetzungen des Projektes.
In einem zweiten Schritt wird das Projekt ab Mai 2011
sukzessive in sechs Kindertagesstätten und -gärten in Bad
Schönborn, Kronau, Horrenberg und Dossenheim sowie in
Grundschulen in St. Ilgen und Dossenheim umgesetzt. Optisch und
inhaltlich begleitet wird es von handillustrierten Geschichten, die
sich - natürlich - um Sprache, Kommunikation, Schrift und
Drucken drehen. Die Kinder werden - angeregt durch die
erzählten bzw. vorgelesenen Geschichten - diese nachspielen
und dabei mit Sprache, Zeichen und Schrift experimentieren, zum
Beispiel Buchstaben austauschen, Wörter in Silben zerlegen
oder Reime bilden. Gleichzeitig sind sie handwerklich und praktisch
beim Drucken mit einer Handabzugspresse aktiv und lernen
Materialien und Farben kennen.
Bild: Beim Workshop bei der Heidelberger Druckmaschinen AG
schlüpften die Lehrenden in die Rolle der Lernenden und
ließen sich in die Drucktechnik und -praxis mit einer
Handabzugspresse einführen.
Für weitere Informationen:
Heidelberger Druckmaschinen AG
Corporate Public Relations
Claudia Cischek
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