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Die Kunst zu drucken

Im Besprechungszimmer von Conrad
Im Besprechungszimmer von Conrad
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Die zeitgenössische Fotografie springt sofort ins Auge: Porträts, Landschaften und Stillleben reihen sich an den Wänden. Ein ungewöhnliches Ambiente für eine Druckerei, doch nicht für Matthias Fuhrmann, der gemeinsam mit Karl-Heinz Zahn Inhaber von Conrad ist und nebenbei noch zwei Galerien betreibt: "Wir machen viel mit Kunst und veranstalten in unseren Räumlichkeiten wechselnde Ausstellungen. Das spricht sich rum." Ein Schwerpunkt des vollstufigen Betriebs sind Plakate, Ausstellungspläne und -kataloge, Programmflyer, Einladungskarten und Kunstmagazine. Zu den Kunden zählen Museen, Galerien, Agenturen und Dienstleistungsfirmen.

Können schafft Kontakte
Der Außendienst bearbeitet intensiv die Kulturszene. Viele Aufträge ergeben sich aus bestehenden Kontakten zu Künstlern und Galerien. So etwa, als Neo Rauch im Metropolitan Museum of Art in New York ausstellte und Conrad den Katalog druckte. "Künstler, die schon einmal bei uns eine anspruchsvolle Drucksache haben produzieren lassen, beauftragen uns oft wieder, wenn sie anderswo ihre Werke zeigen", erzählt Fuhrmann.
Matthias Fuhrmann an der neuen Speedmaster SM 102-8-P+L
Matthias Fuhrmann an der neuen Speedmaster SM 102-8-P+L
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Zwischentöne perfekt treffen
Diese Treue begründet sich im Gespür für die Kunst und in der außergewöhnlichen Sorgfalt. "Geh doch mal zu Conrad, die haben Liebe dazu", hört man von den Kunden. Und diese Sorgfalt fängt schon in der Vorstufe an. Damit die Qualität auf konstant hohem Niveau bleibt, druckt Conrad in regelmäßigen Abständen Testformen, gleicht die Sollwerte ab und passt die Kennlinien auf mögliche Änderungen an. Mithilfe von Prinect Image Control dauert das nur wenige Minuten. Besonders bei kritischen Farbtönen zahlt sich das aus. "Buntdrucken können wir alle, doch wenn es in den Graubereich geht, dann wird es knifflig", erklärt Fuhrmann.

160 000 Messungen in 25 Sekunden
Standardisiert drucken zu können ist Grundvoraussetzung für eine Druckerei mit Anspruch. Aber auch das Gespür, individuell auf einen Kunden einzugehen, ist für Conrad wichtig. Vor allem Künstler wollen die Farben beim Andruck selbst abstimmen, um auch noch die feinsten Nuancen herauszuarbeiten. Weil aber jeder Druck eine Reproduktion ist, sind trotz aller Anstrengungen Kompromisse manchmal unvermeidlich - auch wenn sie kaum wahrnehmbar sind. "Bei Ausstellungskatalogen laden wir immer den Künstler ein. Dann kann er die Andrucke selbst begutachten und sicherstellen, dass sein umfangreiches Werk unverfälscht abgebildet wird", berichtet Fuhrmann.

Ist der Künstler mit dem Ergebnis einverstanden, beginnt der Fortdruck. Während der Auflage wird die Färbung mithilfe von Prinect Image Control konstant gehalten, das heißt vollautomatisch gemessen und gegebenenfalls vollautomatisch korrigiert. Prinect Image Control ist das einzige Messgerät, das nicht nur einen Druckkontrollstreifen, sondern den gesamten Druckbogen misst - mit bis zu 160 000 Messungen in nur 25 Sekunden.
Kompetent und kosteneffizient
Conrad setzt auf das perfekte Zusammenspiel von handwerklichem Können und moderner Technik von Heidelberg. Zuletzt wurde in eine Speedmaster SM 102-8-P+L investiert. "Diese Maschine ist extrem flexibel und wirtschaftlich. So können wir die Druckbogen einseitig mit bis zu acht Farben oder in einem Durchgang beidseitig vierfarbig bedrucken", betont Fuhrmann.

Das Lackwerk sorgt für glänzende Ergebnisse und eine wirtschaftliche Inline-Perforation. Mit dem Preset Plus Anleger lassen sich Format- und Luftwerte voreinstellen und voluminöse Werkdruckpapiere problemlos verarbeiten. Der verlängerte Ausleger legt sogar beidseitig bedruckte und lackierte Bogen abschmierfrei und kantengenau auf dem Stapel ab. Das ist ideal für eine reibungslose und qualitativ hochwertige Weiterverarbeitung.

Sowohl in der CO2-Bilanz als auch bei den Kosten eines Druckauftrags stellt das Papier den größten Einzelposten dar. Daher zählt jeder Millimeter. "Beim Weißrand gehen wir manchmal auf bis zu sieben Millimeter herunter. Mit den dynamischen Bogenbremsen im Ausleger ist dies möglich, ohne Abstriche bei Druckqualität und -geschwindigkeit machen zu müssen", erklärt Fuhrmann zufrieden.

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