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Das Glossar der Heidelberg Website erklärt Ihnen in alphabetischer Reihenfolge eine Vielzahl von Fachausdrücken rund um das Thema Druck und einige Begriffe aus der Produktwelt von Heidelberg.
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- Database
- Informationen (Daten) werden in einer Datenbank einerseits gesammelt, andererseits verwaltet, kontrolliert und miteinander in Beziehung gebracht von einem recht komplizierten Filter- und Sortiersystem. Damit ist bei möglichst nur einmaliger Erfassung einer Information schnellstmögliches Auffinden und/oder Sortieren in den verschiedensten Zusammenhängen möglich. Datenbanken sind die Grundlage der meisten komplexeren Erscheinungen der heutigen Cyberwelt, zum Beispiel von CD-ROMs, DVDs oder Suchmaschinen im Internet, aber natürlich auch der Zentralsysteme von Fluggesellschaften, Banken oder Versicherungen.
- Data Mining
- Unter dem Begriff Data Mining fasst man eine Reihe von Verfahren zusammen, die dazu dienen, nicht unmittelbar ersichtliche Informationen aus Datenbanken zu gewinnen. Man setzt dazu unter anderem Methoden der Statistik und der künstlichen Intelligenz ein und gewinnt beispielsweise Erkenntnisse über das typische Verhalten von Personengruppen aus Merkmalen, die im ersten Anschein keinen Zusammenhang erkennen lassen. Data Mining wird bevorzugt von Unternehmen wie Banken und Versicherungen eingesetzt, die große Mengen von Kundendaten sammeln.
- Datenbank
- Sammlung von Informationen (Text, Zahlenmaterial, Bilder etc.), die mit Hilfe von Computern so abgelegt werden, dass das geordnete Wiederauffinden der Daten möglich ist. Die häufigste Datenbankart ist heute die relationale Datenbank, in der die Daten in Form von Tabellen (Relationen) vorliegen, die durch Indizes geordnet und untereinander verknüpft werden.
- Datenkompression
- In der Computertechnik bezeichnet man mit Kompression die Verringerung des von Daten beanspruchten Speicherplatzes durch die Optimierung der binären Darstellung der Informationen. Je nach Art der Ausgangsdaten und ihrer Codierung lassen sich dabei Kompressionsraten von 1 zu 100 und mehr erreichen und so Speicherplatz oder Übertragungszeit sparen. Man unterscheidet zwischen Kompressionsverfahren, die mit (mehr oder weniger akzeptablem) Verlust an Informationen einhergehen, und verlustfreien Verfahren. Typische Verfahren mit Informationsverlusten sind JPEG für Bilder und MP3 für Musik. Verfahren zur Kompression numerischer Daten wie MNP5 und V.42 bis für die Datenübertragung oder auch die Verdichtungsmethoden für Dateien (zip, lha, rar etc.) arbeiten verlustfrei.
- Datentiefe
- Bit-Rate und damit Helligkeitsauflösung je Rasterpunkt bei Scannern; bestimmt den Kontrastumfang eines digitalisierten Bildes.
- Daumennagelprobe
- Prüfmethode zur Ermittlung der Faserlaufrichtung von Papieren.
- Deckungspunkt
- Geringste Farbmenge, mit der im Druck die Oberfläche eines Bedruckstoffes vollständig abgedeckt ist, so dass visuell keine Lücken mehr zu erkennen sind. Beim Offsetdruck liegt der Deckungspunkt für glatte Kunstdruckpapiere bei ein einhalb bis zwei Gramm pro Quadratmeter, für Naturpapiere in der Nähe von drei Gramm pro Quadratmeter.
- Default
- Standardseiten innerhalb von Webseiten, die angezeigt werden, wenn eine bestimmte Seite nicht auffindbar ist. Oft wird damit aber auch schlicht die Eingangsseite einer Webseite bezeichnet.
- De-Inking
- Reinigungsverfahren zur Entfernung von Druckfarbe aus Altpapier vor der Verarbeitung zu Sekundärfasern. Durch De-Inking lässt sich Altpapier auch für Papier höherer Qualität verwenden. Den durch De-Inking entfärbten Altpapierstoff bezeichnet man als DIP (engl. De-Inked Pulp).
- Densitometrie
- Quantitative Messung der Farbdichte, das heißt der Farbmenge pro Flächeneinheit. Dabei werden Tonwerte, aber keine Farbtöne bestimmt. Die Densitometrie kommt in der Fotografie und der Reproduktionstechnik zum Einsatz, unter anderem zur Qualitätssicherung.

- DFTA
- Die Deutschsprachige Flexodruck Fachgruppe e.V. (DFTA) entstand im Herbst 1979 nach dem Vorbild der FTA (Flexographic Technical Association). Die Fachvereinigung mit Sitz in Stuttgart zählt heute mehr als 400 Mitglieder aus Flexodruckereien, deren Lieferanten und wissenschaftlichen Einrichtungen. Als ihre Ziele nennt die Vereinigung technische Fortentwicklung des Flexodruckverfahrens, Aus- und Weiterbildung sowie Erfahrungsaustausch. Dazu betreibt die DFTA auch ein Technologiezentrum an der Fachhochschule Stuttgart - Hochschule der Medien.
- Dialogmarketing
- Alle Aktivitäten von Unternehmen, potenzielle Kunden direkt anzusprechen und zu unmittelbaren Antworten zu veranlassen. Ein typisches Instrument des Dialogmarketings sind beispielsweise Mailings (personifizierte Anschreiben) mit diversen Antwortmöglichkeiten. Viele Werbefachleute sehen im Internet das Kundendialogmedium der Zukunft.
- Dickdruckpapier
- Weiches, besonders stark auftragendes, elastisches, voluminöses Papier. Statt Dickdruckpapier findet man auch die Bezeichnung "auftragende Papiere" oder "Daunendruck".
- Didot-Punkt
- 1784 von dem französischen Drucker François Ambroise Didot entwickelt. Er verbreitete sich später in ganz Europa. Ursprünglich hat Didot seinen gleichnamigen Punkt auf genau 0,376065 Millimeter festgelegt, wobei er einfach den französischen Fuß durch 72 geteilt hat. Die Füße der Franzosen waren demnach im Schnitt 27 Zentimeter lang. Die kleinste typographische Maßeinheit war fortan der "Didot-Punkt" und das Maßsystem das "Didotsche Maßsystem". 1879 wurde der Didot-Punkt vom deutschen Typographen Hermann Berthold (1831–1904) und Wilhelm Foerster (1832–1921) im Auftrag der "Vereinigung der deutschen Schriftgießereien" auf 0,376 Millimeter abgerundet. 1973 ist der Didot-Punkt zur besseren Umrechnung auf 0,375 Millimeter abgerundet worden.
- Digitaldruck
- Druckverfahren, bei denen die Informationen direkt vom Computer aufs Papier gebracht werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Dabei wird die Technologie des Farbdruckers mit der Mechanik einer Druckmaschine verbunden. Digitaldruck erreicht nicht die Qualität herkömmlicher Druckverfahren, ist bei kleinen Auflagen jedoch schneller und preisgünstiger und erlaubt auch spezielle Techniken wie personalisiertes Drucken oder Printing-on-Demand.
- Digitale Blaupause (Formproof)
- Nicht farbverbindlicher Ausdruck aus Computerdaten. Dient zur Überprüfung der sachlichen Richtigkeit.
- Digitale Fotografie
- Als Alternative zum herkömmlichen Verarbeitungsprozess mit Filmbelichtung und -entwicklung arbeitet die digitale Fotografie mit Kameras, die Bilder direkt digital erfassen. Über spezielle Speichermedien oder eine Datenschnittstelle gelangen die Bilddaten zur weiteren Bearbeitung in den Computer.
- Digitale Holographie
- Mit digitaler oder synthetischer Holographie bezeichnet man die Erzeugung von Hologrammen, das heißt Abbildungen in Form von Interferenzmustern, durch Computerberechnungen anstelle von Lichtinterferenzen. Als zukunftsträchtige Anwendungen digitaler Holographie gelten dauerhafte Datenspeicher hoher Kapazität auf der Basis von Kunststoff-Folien sowie sehr kleine, fälschungssichere Markierungen für Verpackungen etc.
- Digitale Signatur
- Eine Art "Siegel", das mit Hilfe einer Chipkarte, basierend auf kryptographischer Verschlüsselungssoftware (mathematische Verfahren) erstellt wird. In der elektronischen Kommunikation wird diese elektronische Unterschrift eingesetzt, um die handschriftliche Unterschrift rechtsgültig ersetzen zu können, zum Beispiel für die elektronische Steuererklärung, für das Homebanking oder für den elektronischen Handel (E-Commerce).
- Digitalisierung
- Wandlung von Werten in digitale Codierungen; das optische Zerlegen einer beliebigen Vorlage in einzelne Pixel. Auch: Bearbeitung von Informationen in einer elektronisch digitalisierten Kodierungsform.

- Digitalkamera
- Anstelle des herkömmlichen lichtempfindlichen Films verwenden Digitalkameras hoch integrierte Bausteine (so genannte CCD-Chips), die das vom Objektiv erzeugte Bild in digitale Daten umwandeln. Man spart dadurch den Umweg über Filmbelichtung, Entwicklung und Einscannen. Im Produktionsprozess von Print- und Non-Printmedien bedeutet dies eine Zeitersparnis bei höherer Flexibilität.
- Dimensionsstabilität
- Maß bei Papier, inwieweit es bei Änderungen seiner Feuchtigkeit seine Abmessungen ändert. Dimensionsstabilität ist ein wichtiges Kriterium für die Eignung eines Papiers für den Mehrfarbendruck im Offsetverfahren.
- DIN
- Das Regelwerk Deutsche Industrie Norm legt Begriffe, Maße und Anwendungen im industriellen Bereich eindeutig fest. Einige wichtige DIN-Normen für den Offsetdruck sind zum Beispiel: DIN 16529 Begriffe Flachdruck, DIN 16544 Begriffe Reproduktionstechnik, DIN 16509 Farbskala nach DIN (kalte Skala), DIN 16539 Europa-Skala.
- DIN-Formate
- Papiergrößen werden in Deutschland nach DIN 476 in die Reihen A (Drucksachen, Briefbogen, etc.), B (Schnellhefter und Ordner) und C (Umschläge, um Reihe A zu verschicken) eingeteilt. In DIN D sind Sonderformate beschrieben. Die DIN-Formate wurden 1922 vom Deutschen Normenausschuss geschaffen. Ihre Ausgangsgröße ist ein Rechteck mit einer Fläche von einem Quadratmeter. Die kleinere Seite des Bogens steht zur größeren im Verhältnis 1 zu Wurzel aus 2 (1,414...). Jedes Format ist doppelt oder halb so groß wie das benachbarte in der Reihe. Dabei entsteht das nächst kleinere Format jeweils durch Halbieren der Längsseite des Ausgangsformats. Die Zahl gibt zugleich an, wie oft das Ausgangsformat A0 geteilt wurde. Die B-Reihe bezeichnet die unbeschnittenen Formate. Sie sind größer, weil erst nach dem Drucken, Falzen und Binden der Beschnitt auf ein A-Reihenformat erfolgt. In der B-Reihe gibt es ebenfalls Kuverts und Hüllen. Die C-Reihe liegt in der Größe zwischen der A- und der B-Reihe und enthält die gebräuchlichen Formate für Umschläge, Kuverts, Hüllen, Mappen etc.
- Direct Imaging
- Technologie, bei der aufgrund von Postscript-Daten aus der Druckvorstufe alle Druckformen einer Druckmaschine gleichzeitig und registergenau bebildert werden. Dazu steuern die von einem RIP gelieferten Rasterdaten 64 Infrarot-Laserdioden an, die auf einer speziellen Druckfolie mit farbabweisender Oberfläche kleine Vertiefungen erzeugen und damit eine farbführende Schicht freilegen. Das Ergebnis ist eine Druckfolie, die sich für wasserlosen Offsetdruck einsetzen lässt.
- Divis
- Trennungs- oder Bindestrich.
- Dokumentenmanagement
- Gesamtheit der Regeln und getroffenen Maßnahmen zur sinnvollen und rationellen Erzeugung, Verwaltung, Distribution und Archivierung von Dokumenten.
- Dokumentenpapier
- Papier hoher Qualität, das ein echtes Wasserzeichen trägt. Es wird vorzugsweise bei Behörden verwendet und muss spezielle Eigenschaften aufweisen.
- Download
- Herunterladen, Kopieren von Daten von einem anderen Rechner beziehungsweise Internet-Server; der Download wird auf dem eigenen Rechner gespeichert; auch generell Datentransfer von Gerät zu Gerät; spezifisch Übertragung von Fonts aus einem Layout- oder Grafik-Programm in den Drucker.
- Drag And Drop (Ziehen und Loslassen)
- Markieren und verschieben eines Teils einer Datei und einbetten in eine andere Datei; Funktionsfähigkeit einer Betriebssoftware wie zum Beispiel Windows; einfache Methode des Kopierens von Texten und Zeichnungen/Bildern.

- Dreimesserautomat
- Mit drei Messern ausgestattete Schneidemaschine für dreiseitig zu beschneidende Produkte. Der Beschnitt erfolgt in zwei Arbeitsschritten. Gleichzeitig wird durch zwei Messer der Kopf- und der Fußbeschnitt ausgeführt, anschließend erfolgt mit dem dritten Messer der Vorderschnitt.
- Druckkennlinie
- Diagramm, welches den Punktzuwachs einer Druckmaschine für verschiedene Flächendeckungen darstellt. Sie ist die grafische Darstellung des Zusammenhanges zwischen den Tonwerten der Druckvorstufenprodukte, zum Beispiel Rasterdaten (Tonwerte), des Films oder der Druckplatte (meist bezogen auf die Tonwerte des Films) und den zugehörigen Tonwerten im Druck. Daraus abgeleitet wird die so genannte Tonwertzunahme. Die Druckkennlinie beschreibt also, wie stark ein Rasterbild durch den Tonwertzuwachs im Druck nachdunkelt. Diese Nachdunkelung einer Rasterfläche wird verursacht durch Punktverbreiterung und Lichtfang.
- Drucklack
- Farblose Lackschicht (matt oder glänzend), die mit einer normalen Druckmaschine aufgebracht wird; erhöht die Abriebfestigkeit und den Glanz des Druckproduktes.
- Druckvorstufe
- Gesamtheit der Arbeitsgänge, die von dem zu druckenden Ausgangsmaterial - Texte, Bilder - bis zur fertigen Druckvorlage erforderlich sind. Dazu gehören Seitenlayout, Satzherstellung und Bildverarbeitung, gegebenenfalls auch Seiten- und Bogenmontage sowie die Belichtung von Filmen zur Druckplattenherstellung.
- Druckzunahme
- Beschreibt, um wie viel Prozent ein Bild im Mitteltonbereich im Auflagendruck dunkler wird. Beispiel: Bei einer Druckzunahme von 15 Prozent wird ein Rasterton von 55 Prozent im Druck zu 70 Prozent. Deshalb wird die Zunahme in der Reproduktion berücksichtigt und das Bild bei der Separation entsprechend aufgehellt (vergleiche Tonwertzunahme).
- DTP
- Als Abkürzung für Desktop Publishing (englisch sinngemäß: Publizieren auf dem Schreibtisch) bezeichnet der Begriff die Arbeitsvorgänge Satzerstellung, Seitenumbruch und Bildmontage als integrierte Tätigkeit am Computer. Als Ergebnis liefert DTP Daten in Form von Seiten, die in der Bogenmontage - entweder in Form von Filmen oder elektronisch (Computer-to-Film beziehungsweise Computer-to-Plate) weiterverarbeitet werden. Für DTP-Daten wird die Seitenbeschreibungssprache Postscript verwendet. Beim Electronic Printing dienen sie auch direkt zur Erzeugung von Druckvorlagen beziehungsweise zum Drucken.
- Duktus
- Typographischer Terminus, der die Charaktereigenschaft eines Buchstabens beschreibt; also die des Striches, der Strichstärke und der Strichführung. Lateinisch "ductus" für "Zug, Führung" zu "ducere" für "führen". Der Begriff Duktus wurde aus der Kalligraphie übernommen. Er skizziert dort die Art der Federführung.
- Dünndruckpapier (Bibeldruckpapier)
- Vor 100 Jahren erstmals für den Bibeldruck verwendet. Es ist ein Papier mit niedrigem Flächengewicht aus Hadern und gebleichtem Zellstoff.
- Duplexbilder
- Werden eingesetzt, um den Tonwertumfang eines Graustufenbilds im Druck zu vergrößern. Eine Schwarzweiß- Reproduktion kann beispielsweise bis zu 256 Graustufen enthalten.
- Duplexkarton
- Mehrlagiger Karton mit grauer Einlage, grauer Rückseite und holzfreier oder nur leicht holzhaltiger Deckschicht.
- Durchschlagpapier
- Dünnes (30 bis 40 Gramm pro Quadratmeter), maschinenglattes, meist holzfreies und gut geleimtes Schreibmaschinenpapier.
- Durchsichtsregister
- Druckelement auf Banknoten, das als Schutz gegen Fälschungen dient. Ein Symbol wird in Teilen auf den zwei Seiten der Note gedruckt, die sich nur im Gegenlicht zum kompletten Zeichen (Buchstabe, Zahl etc.) ergänzen.

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