Jump to Navigation

Weltreise mit Wirkung

Nachhaltige Hilfe leistet "Terra Humana" durch Unterstützung von Bildungsprojekten. Mit den gespendeten Lehrmaterialien können die Nonnen das Unterrichtsniveau hoch halten.
Nachhaltige Hilfe leistet "Terra Humana" durch Unterstützung von Bildungsprojekten. Mit den gespendeten Lehrmaterialien können die Nonnen das Unterrichtsniveau hoch halten.
Details Details
Eine Weltreise prägt. Diese Erfahrung machte der "Heidelberger" Druckinstrukteur Stefan Spiecker, der nach einer 18-monatigen Globetrotter-Tour den Hilfsverein "Terra Humana" gegründet hat. Mit diesem - und einer kleinen Druckmaschine - unterstützt er Hilfsprojekte in Asien.

Herr Spiecker, wie kamen Sie dazu, sich aktiv für Menschen am anderen Ende der Welt einzusetzen?
Spiecker:
Die Initialzündung dafür ergab sich auf einer Weltreise. Ich habe mir von Januar 2004 bis September 2005 eine Auszeit gegönnt und bin um die Welt gereist. In dieser Zeit hielt ich mich lange in Südamerika und Asien auf. Dabei habe ich festgestellt, wie viel man in diesen Ländern mit relativ wenig Geld bewegen kann.

Ihr Engagement konzentriert sich auf Birma, Nepal und Thailand. Warum ausgerechnet diese Länder?
Spiecker:
Das liegt an der Dynamik meiner Reise. Anfangs hielt ich mich meist nur kurz an einem Ort auf. Man bleibt nicht lange, weil man ja noch so viel sehen will. Nach etwa einem Jahr hat sich das geändert. Plötzlich gewannen andere Dinge an Bedeutung. In Asien habe ich mich daher länger aufgehalten als in Südamerika. Wenn die Einheimischen dann merken, dass man auch Zeit und Interesse für sie mitbringt, öffnen sie sich. Das ist mir mit einer tibetischen Familie so gegangen, bei der ich gewohnt habe. Nach und nach hat sich ein intensiver Kontakt entwickelt, und dieser Kontakt wirkt natürlich auch nach der Reise noch lange nach.

Was hat dann den konkreten Ausschlag für Ihr soziales Engagement gegeben?
Spiecker:
Das war in Neu-Delhi im Büro der Bahnhofsmission. Dort hielten sich sieben Kinder auf, die in den Zügen "gefunden" worden waren. Das passiert dort sehr häufig. Die Mission unterhält ein Heim mit über 600 Kindern, meist Heimatlosen, die sich zuvor in Zügen durchgeschlagen hatten. Als ich das sah, wollte ich etwas Geld spenden. Es war nicht viel, 50 Dollar. Aber der Helfer dort konnte sein Glück nicht fassen. Für ihn war das richtig viel Geld. Mir war bis dahin nicht bewusst, dass man mit 50 Dollar ein Dach reparieren oder zwei Kinder einen Monat lang mit Nahrung, Schulbildung und Medizin versorgen kann.
Der 14-jährige Asa ist als Waisenjunge ins Kinderheim von Mae Sai gekommen. Eine zweijährige Ausbildung zum Mechaniker hat er in der heimeigenen Werkstatt bereits erfolgreich absolviert. Als einer der ersten Jugendlichen wird er lernen, die Druckmaschine von Heidelberg zu bedienen.
Der 14-jährige Asa ist als Waisenjunge ins Kinderheim von Mae Sai gekommen. Eine zweijährige Ausbildung zum Mechaniker hat er in der heimeigenen Werkstatt bereits erfolgreich absolviert. Als einer der ersten Jugendlichen wird er lernen, die Druckmaschine von Heidelberg zu bedienen.
Details Details
Inzwischen sind Sie längst zurück und haben "Terra Humana" ins Leben gerufen. Der Verein unterstützt unter anderem ein Kinderheim in Mae Sai im Norden Thailands.
Spiecker:
Ja, das ist ein Kinder- und Jugendheim mit einem Ausbildungszentrum für Bäcker, Zweiradmechaniker, Schweißer und Computerfachleute. Die Ausbildung dauert mindestens drei Monate und wird durch den Senior Experten Service (Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit) durchgeführt. Obwohl alle Jugendlichen von den unterprivilegierten Bergstämmen kommen und deswegen eigentlich keinerlei Zukunftsperspektive haben, können sie dadurch ihre Berufsaussichten deutlich verbessern, und die westlichen Ausbilder in Thailand haben einen hervorragenden Ruf.

Auch die Heidelberger Druckmaschinen AG haben Sie zur Mithilfe bewegen können.
Spiecker:
Die thailändische Niederlassung von Heidelberg hat dem Ausbildungszentrum eine kleine Zweifarben-Bogenoffsetdruckmaschine gespendet. Es handelt sich um ein sehr einfaches Modell, aber viele der kleinen thailändischen Druckereien drucken sowieso nicht mit hochautomatisierten Maschinen. Dazu fehlt ihnen einfach das Geld.

Welches Ziel verfolgen Sie mit dieser Druckmaschine?
Spiecker:
Wir wollen Jugendliche daran ausbilden, damit sie in einer Druckerei einen Job finden können. Im Frühjahr beginnt der erste dreimonatige Kurs. Zusätzlich sollen im Ausbildungszentrum Druckaufträge angenommen werden, damit es aus eigener Kraft Geld erwirtschaftet und nicht nur auf Spenden angewiesen ist.

Werden Sie den Kurs selber leiten?
Spiecker:
Nein, das übernimmt auch jemand vom Senior Experten Service. Aber es ist in der Tat ein großer Wunsch von mir, einmal so einen Kurs durchzuführen. Leider habe ich nicht ausreichend viel Urlaub, um der Arbeit schon wieder mehrere Monate fernzubleiben.

Welches ist Ihr nächstes Projekt?
Spiecker:
Es geht unter anderem um ein Wohnhaus für die Witwen von Leprakranken in Birma. Weil das Geld fehlt, kann es nicht fertiggestellt werden. Die sechs Frauen, die dort ursprünglich wohnen sollten, leben momentan noch in der  Leprastation unter sehr schlechten und beengten Bedingungen. In die normale Dorfgemeinschaft können sie als "Geächtete" nicht zurück. Ich möchte jetzt helfen, 10.000 Euro zu beschaffen, damit diese Frauen wieder ein Zuhause finden.

Spendenkonto
Terra Humana e.V.
H+G Bank Heidelberg
BLZ: 672 901 00
Konto: 220 211 17

Back to top

 Druckversion

 
"Terra Humana"

Der Verein "Terra Humana" kooperiert mit unabhängigen Hilfsprojekten in Thailand, Nepal und Birma: Dazu zählen Heime für behinderte Kinder, sexuell missbrauchte Mädchen, für Waisen- und Straßenkinder, für Leprakranke und ihre Angehörigen sowie Familien aus den untersten Kasten in Nepal. Im Mittelpunkt stehen dabei Ernährung, Bildung und medizinische Grundversorgung. Dem Vereinsgründer Stefan Spiecker ist es wichtig, jedes Projekt und die dahinterstehenden Menschen persönlich zu kennen. So garantiert der Heidelberger, dass Spendengelder bei den Richtigen ankommen.

© Heidelberger Druckmaschinen AG 

   Deutsch|English